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Neuer Hype um Smartphone-Spiel: Pokémon-Go-Spieler sind in Bonn wieder auf Monsterjagd

Neuer Hype um Smartphone-Spiel : Pokémon-Go-Spieler sind in Bonn wieder auf Monsterjagd

Es geht wieder los: Menschen-Gruppen versammeln sich in der Bonner Innenstadt, starren auf ihre Smartphones und wandern umher. Das könnte an den neusten Updates der Pokémon-Go-App liegen.

Vor zwei Jahren, am 6. Juli 2016, erschien Pokémon Go und löste einen weltweiten Hype bei den Nutzern der App aus. Egal, wo man unterwegs war, zu Hunderten besetzten die Spieler Parkbänke und öffentliche Plätze, um möglichst viele der virtuellen Poké-Monster einzufangen.

In den ersten zwei Monaten knackte "Pokémon Go" die Marke von einer halben Milliarde Downloads. Doch wie bei vielen mobilen Online-Spielen ließ der Hype um die Pokémon schnell wieder nach und die Spielerzahlen sanken in den Monaten nach der Veröffentlichung kontinuierlich ab.

Um einem weiteren Rückgang bei den Spielern entgegenzuwirken, kreierten die Entwickler von Niantic in der Vergangenheit viele neue Inhalte, um der App wieder neuen Glanz zu verleihen- und das mit Erfolg. Auch in Bonn und der Region tummeln sich seit Wochen wieder etliche Gruppen, die ihre Augen starr auf ihre Smartphones gerichtet haben.

Deutschland vorne mit dabei

Laut der Analytik-Plattform "Sensor Tower" habe Pokémon-Go Niantic seit der Veröffentlichung umgerechnet mehr als 1,5 Milliarden Euro eingespielt. Demnach würden Spieler weltweit täglich immer noch mehr als 1,7 Millionen Euro für die App ausgeben. Und Deutschland ist ganz vorne mit dabei: Mit fünf Prozent aller Einnahmen belege Deutschland bereits den dritten Platz, hinter den USA mit 34 Prozent und Japan mit 28 Prozent. Umgerechnet 81 Millionen Euro sollen bisher umgerechnet in Deutschland geflossen sein.

Wurden 2017 mit dem schillernden Pikachu und Karpador erstmals die schillernden Pokémon in die Hauptserie der App eingeführt, gibt es mittlerweile weitere Updates, die dazu führen, dass sich die Spieler nicht mehr nur auf einer Stelle bewegen, sondern aktiv von einem Ort zum anderen laufen müssen. Bisher konnte man auch durch das reine Monstersammeln an einem Ort viele Punkte erzielen.

Pokémon Go veranstaltet Fan-Events

Doch das bloße Monster-Einsammeln reicht jetzt nicht mehr. Ziel ist es stattdessen, eine Arena mit einem sogenannten Raid-Boss zu finden. Dafür muss der Spieler aktiv umherstreifen, um die Arenen an allen möglichen Orten ausfindig zu machen. Der Raid-Boss ist ein besonders kräftiges Pokémon, das nur von einer Spieler-Gruppe besiegt werden kann. Zudem können Spieler nun auch ihre Pokémon untereinander tauschen. Das erklärt auch, weshalb man in der Bonner Innenstadt im Moment wieder so viele Menschentrauben sieht, die konzentriert auf ihre Smartphones starren und einem regelrecht den Weg versperren.

Damit sich die Spieler untereinander besser kennenlernen können und die Zusammenarbeit im Team gestärkt wird, wurden zudem für den Sommer Pokémon GO-Events organisiert, die auf der ganzen Welt veranstaltet werden. So fand beispielsweise vom 30. Juni bis zum 1. Juli ein Event im Westfalenpark in Dortmund statt, bei dem sich alles um die sogenannte Safari-Zone drehte. Laut einem Sprecher des Veranstalters Niantic habe man dort allein samstags rund 37.000 Spieler gezählt, die auf Monster-Jagd gegangen sind.