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Polizei Bonn: Behörde leiht Mitarbeitern E-Bikes und E-Scooter

Programm „Jobwärts“ : Bonner Polizei leiht Mitarbeitern E-Bikes und E-Scooter

Die Bonner Polizei nimmt nun auch am Programm „Jobwärts“ der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis teil. Angestellte und Polizisten sollen motiviert werden, vom Auto auf andere Verkehrsmittel umzusteigen.

Polizeipräsident Frank Hoever fährt meist mit dem Rad zur Arbeit, wenn es regnet, nimmt er den Bus. „Ich wohne aber auch nur wenige Kilometer entfernt“, sagt er. Das sei bei vielen Kollegen, die auch noch auf weit entfernten Dienststellen und im Schichtdienst tätig seien, schwieriger. Damit mehr Polizisten und Mitarbeiter das Auto stehen lassen, nimmt die Behörde ab sofort am Programm „Jobwärts“ teil. Bis zum 29. Juli kann man kostenfrei Pedelecs, S-Pedelecs, E-Roller, E-Scooter und Falträder ausleihen und für jeweils eine Woche testen. Wer nicht den Fuhrpark vor Ort nutzen will, kann mit einem Gutschein zum Händler im Heimatort gehen. Probeweise werden auch ÖPNV-Tickets verteilt. „Das Angebot soll möglichst individuell sein“, sagt Hoever.

Jobwärts gibt es seit 2019

„Ich freue mich, dass die Polizei Bonn auf dem Weg zur Verkehrswende und zum besseren Klimaschutz als wichtiger Arbeitgeber in der Region dabei ist“, sagte Oberbürgermeisterin Katja Dörner zum Start der Kampagne am Montag. Den Anfang machten 2019 die großen Arbeitgeber Deutsche Post DHL, Telekom, Uni Bonn und die Uniklinik Bonn. Mittlerweile machen mehr als 20 Arbeitgeber aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis mit. „Aufgrund des stetigen Erfolgs von Jobwärts haben die politischen Gremien der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises entschieden, das Programm zunächst bis Ende 2022 fortzusetzen“, erklärt Vize-Stadtsprecher Marc Hoffmann. Bis dahin sollen mindestens 60 Unternehmen jeder Größe mitmachen 2020 hätten knapp 1200 Personen das Testangebot angenommen und seien statt mit dem Pkw mit dem Zweirad oder dem ÖPNV zur Arbeit gependelt. 80 Prozent sähen das als ernstzunehmende Alternative.

Die Polizei startet zudem unter den rund 1800 Mitarbeitern eine anonyme Umfrage über die gefahrenen Kilometer, genutzte Verkehrsmittel sowie die regelmäßigen Arbeitszeiten. Dazu werden auch mögliche Verbesserungsmöglichkeiten für einen Umstieg auf alternative Verkehrsmittel abgefragt. Ergebnisse könnten dann zum Beispiel zur Einrichtung von Ladestationen für Pedelecs oder E-Autos führen.