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35 Personen, neun Fahrzeuge: Polizei stoppt Hochzeitskorso in Bonn

35 Personen, neun Fahrzeuge : Polizei stoppt Hochzeitskorso in Bonn

Eine marokkanische Hochzeitsgesellschaft ist am Samstag mit neun Fahrzeugen in einem Autokorso durch die Bonner Innenstadt gefahren. Die Polizei schritt wegen waghalsigen, verkehrswidrigen Fahrmanövern ein.

Die Bonner Polizei hat am Samstag vier Bußgelder gegen eine marokkanische Hochzeitsgesellschaft verhängt. Die hatte sich gegen 17.20 Uhr mit angeschalteten Warnblinkern an der Adenauerallee versammelt, um mit neun Fahrzeugen in einem Autokorso durch die Bonner Innenstadt nach Siegburg zu fahren.

„Zunächst machten wir darauf aufmerksam, was erlaubt und was nicht erlaubt ist“, sagt Polizeisprecher Robert Scholten. Darunter zählten unter anderem keine waghalsigen Fahrmanöver und der „explizite Hinweis“, sich nicht aus den Autos zu lehnen, um nicht sich und andere zu gefährden.

Keine 500 Meter weiter passierte jedoch genau das. Laut Scholten überholten sich die Fahrer auf der Oxfordstraße gegenseitig, Insassen setzten sich unangeschnallt auf die Türen. Daraufhin hielten mehrere Streifenwagen den Autokorso, in dem auch teure Luxuswagen mitfuhren, in der Nähe der Maxstraße an. „Wir kontrollierten insgesamt 35 Personen und hielten 15 Gefährderansprachen.“ Gegen vier Personen wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen geschrieben. Nach GA-Informationen waren sie alle zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Grundsätzlich schreite die Bonner Polizei nicht ein, wenn Hochzeitsgesellschaften hupend und mit Blumenschmuck durch die Stadt fahren. „Auch dann nicht, wenn sie etwas langsamer unterwegs sind. Das ist auch heute noch tolerabel“, sagt Scholten. Aber es gebe Grenzen: Dann, wenn Personen gefährdet würden und sich andere belästigt fühlten.