1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Razzia in Bonn: Polizei geht mit Großaufgebot gegen Drogenbande vor

Razzia in Bonn und weiteren Städten : 200 Polizisten durchsuchen Wohnungen von Bonner Drogenbande

Mit einem Großaufgebot und zahlreichen Durchsuchungen ist die Bonner Polizei gegen eine Drogenbande vorgegangen. Der Schwerpunkt lag dabei neben weiteren Städten in Bonn-Dransdorf. Auch Minderjährige soll die Bande für Drogendeals eingesetzt haben.

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und Durchsuchungen in zahlreichen Wohnungen ist die Bonner Polizei gegen den organisierten Drogenhandel vorgegangen. 200 Beamte der Polizei haben am Mittwoch 19 Wohnungen in Bonn, Bornheim, Siegburg, Essen und Neuwied durchsucht. Mit elf Razzien lag der Schwerpunkt dabei in Bonn-Dransdorf.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, richtete sich die Aktion der Ermittlungsgruppe „Nikolaus“ gegen eine Bande, die über einen längeren Zeitraum gewerbsmäßig Drogenhandel betrieben haben soll. Die Bandenmitglieder stehen im Verdacht, dabei auch bewaffnet gewesen zu sein.

 Bei Razzien in Bonn und der Region hat die Polizei Drogen sichergestellt.
Bei Razzien in Bonn und der Region hat die Polizei Drogen sichergestellt. Foto: Polizei Bonn

Bei den Durchsuchungen nahm die Polizei drei Hauptverdächtige im Alter von 27, 32 und 36 Jahren sowie zwei weitere Tatverdächtige vorläufig fest. Sie alle befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Außerdem beschlagnahmten die Einsatzkräfte Betäubungsmittel, darunter 1,3 Kilogramm Marihuana und 3,5 Kilogramm Amphetamin sowie mehrere Tausend Euro, die mutmaßlich in Verbindung zum Drogenhandel stehen. Auch scharfe Munition, neun Hieb- und Stichwaffen sowie fünf sogenannte PTB-Waffen - darunter fallen Reizstoff-, Schreckschuss und Signalwaffen - wurden sichergestellt. Daneben fielen den Beamten mehrere EC-Karten, Personalausweise bislang unbekannter Personen sowie Mobiltelefone in die Hände. Vorausgegangen waren laut Polizei verdeckte Ermittlungen, die zur Identifizierung mehrerer tatverdächtiger Mittäter führten.

Die Männer stehen darüber hinaus im Verdacht, Minderjährige für den Drogenhandel eingesetzt zu haben. Es handele sich um Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die vor allem in Bonn-Dransdorf mit Drogen gedealt haben sollen.

Bei der Aktion kamen Bonner und Kölner Polizisten zum Einsatz. Zudem waren mehrere Diensthundeführer vor Ort. Neben den Anschriften der Tatverdächtigen wurden auch mögliche Drogenverstecke durchsucht. Da es laut Polizei im Vorfeld Hinweise gab, dass die Männer bewaffnet sein könnten, waren auch Spezialeinheiten der Polizei im Einsatz. Gegen weitere Beschuldigte dauern die Ermittlungen wegen des Handels mit Betäubungsmitteln noch an.

Wir wollen wissen, was Sie denken: Der General-Anzeiger arbeitet dazu mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Wie die repräsentativen Umfragen funktionieren und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

(ga)