1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Rheinaue Bonn: Institut bestätugt Ausbruch der Vogelgrippe

Tote Gänse in Bonn : Institut bestätigt Ausbruch der Vogelgrippe in der Rheinaue

Nach vielen Tagen Warten hat das Friedrich-Löffler-Institut den Ausbruch der Vogelgrippe in der Bonner Rheinaue bestätigt. Spezielle Einschränkungen bleiben aus.

. Einige Tage hat es gedauert: Nun hat das Friedrich-Löffler-Institut den Verdacht auf Wildgeflügelpest in Bonn bestätigt. Das nationale Referenzzentrum für die sogenannte Aviäre Influenza – umgangssprachlich Vogelgrippe– hat zwei verdächtige Proben verendeter Gänse aus der Bonner Rheinaue untersucht und das Virus erneut nachgewiesen. Veterinärbehördliche Maßnahmen sind derzeit nicht vorgesehen. Das teilt die Stadt mit.

Nach Einschätzung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) besteht in NRW bei der Wildgeflügelpest derzeit keine Notwendigkeit, von Maßnahmen Gebrauch zu machen. Bei der Hausgeflügelpest hingegen sind veterinärbehördliche Maßnahmen wie die Anordnung einer Stallpflicht oder das Einrichten eines Sperrbezirkes verpflichtend. Die Bonner Veterinärdienste empfehlen Geflügelhaltern, ihre Tiere vor dem Kontakt mit Wildvögeln zu schützen, um zu verhindern, dass das Virus übertragen wird.

Die Geflügelpest gehört zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen. Sie wird durch aviäre Influenzaviren (AI-Viren) übertragen und ist bei Vögeln hochansteckend. Die Übertragung erfolgt durch direkten oder indirekten Kontakt wie etwa über Ausscheidungen. Laut Robert-Koch-Institut besteht für die Übertragung der Krankheit auf den Menschen eine erhebliche Barriere, bei intensivem Kontakt zu erkrankten oder toten Vögeln ist die Übertragung aber möglich. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht nachgewiesen.

Die Stadt empfiehlt Spaziergängern, den Kontakt zu Wildvögeln zu vermeiden. Tote Tiere können Bonnorange gemeldet werden: von montags bis freitags unter 0228/5 55 27 20 oder online.