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Rheinaue in Bonn: Polizei und Ordnungsamt räumen Eisfläche

Zu viele Menschen auf dem Eis : Polizei und Ordnungsamt räumen Eisfläche in der Bonner Rheinaue

Die Siegauen bei Niederkassel und die Rheinaue in Bonn waren am Wochenende beliebte Ausflugsziele. Etliche Menschen liefen zu Fuß oder mit Schlittschuhen auf den Eisflächen. In der Rheinaue musste eine Fläche von der Polizei gesperrt werden.

Weil eine Eisfläche auf einem der Seen in der Bonner Rheinaue am Sonntag mit rund hundert Menschen zu voll war, musste sie am Nachmittag von Polizei und Ordnungsamt gesperrt werden. Eingestürzt sei zwar niemand, wie es von der Polizei hieß. Die Eisfläche sei aber schlicht zu voll gewesen und es habe eine zu große Gefahr bestanden, dass das Eis der Last nicht standhält und einbricht. Gegen 15.30 Uhr hätten die Einsatzkräfte die Menschen daher aufgefordert, das Eis zu verlassen. Anschließend sei die Fläche mit Flatterband abgesperrt worden. Das Ordnungsamt sei am Sonntag noch bis zum Abend vor Ort gewesen, um die Lage zu kontrollieren.

Die Stadt Bonn hatte am Sonntag noch einmal davor gewarnt, zugefrorene Seen und andere Wasserflächen zu betreten. Sollte man jemanden in einer Notlage sehen, der durch das Eis eingebrochen ist, so warnt die Stadt davor, die Eisfläche selbst zu betreten. Stattdessen sollte der Notruf gewählt werden und dem Betroffenen nach Möglichkeit ein langer Ast, ein Seil oder Ähnliches gereicht werden.

Der Ordnungsdienst der Stadt habe am Sonntag sowohl in der Rheinaue als auch in der Siegaue Kontrollen durchgeführt und die Menschen per Megafon dazu aufgefordert, die geltenden Corona-Regeln einzuhalten, hieß es von der Stadt. Bußgelder seien jedoch nicht verhängt worden.

Bereits am Samstag waren viele Menschen in der Rheinaue unterwegs und liefen auf den zugefrorenen Eisflächen Schlittschuh. In der Siegaue zeigte sich ein ähnliches Bild: Auch hier waren viele Ausflügler auf den Eisflächen unterwegs, etwa parallel zur A565 in Höhe der Ausfahrt Niederkassel. Masken trugen dabei die allerwenigsten. Unterhalb der Autobahnabfahrt knubbelten sich dort zahlreiche Autos auf Feldwegen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Kinder und Erwachsene liefen über die Ackerflächen auf das Eis - ausgerüstet mit Schlittschuhen, Schlitten, Eishockeyschlägern, Campingstühlen und Thermoskannen mit heißen Getränken. Nicht alle hielten dabei den vorgeschriebenen Abstand zueinander ein.

Am Sonntag zeigte sich bei strahlendem Sonnenwetter das gleiche Bild: Entlang der Landstraßen parkten viele ihre Autos, nachdem die wenigen erlaubten Standplätze schnell belegt waren. Die Schlittschuläufer tummelten sich hauptsächlich dort, wo man gut mit dem Auto anfahren konnte. Weite Teile der etwas entfernteren Eisflächen blieben leer.