Vereinshaus in Ippendorf Sanierung - Ortsausschuss plädiert für kleine Lösung

IPPENDORF · Nach vielen Jahren, in denen das Vereinshaus in der alten Schule in Ippendorf vor sich hinrottet, ist nun ein erster Schritt getan. Die Stadt Bonn hat ein Nutzungskonzept erstellt, das davon ausgeht, dass das Haus im Hof des Edeka-Marktes als Vereinszentrum erhalten bleibt. Dafür müsste es jedoch umfangreich renoviert und saniert werden.

 Die alte Schule im Hof des Einkaufsmarktes nutzen Ippendorfer Vereine und der Ortsausschuss als Anlaufpunkt. Das Gebäude müsste aber von Grund auf erneuert werden.

Die alte Schule im Hof des Einkaufsmarktes nutzen Ippendorfer Vereine und der Ortsausschuss als Anlaufpunkt. Das Gebäude müsste aber von Grund auf erneuert werden.

Foto: Martin Ochmann

Und das wird teuer, haben das städtische Gebäudemanagement und die Liegenschaftsverwaltung ausgerechnet - 900 000 Euro für die reine Sanierung, dazu Planungskosten in Höhe von 160.000 Euro. Das ist in Zeiten leerer städtischer Kassen eine Hausnummer, die nicht ohne weiteres zu stemmen ist, weshalb sich CDU-Bezirksfraktionschef Arno Hospes sehr zurückhaltend äußert: "Die Finanzierung ist völlig ungeklärt, mehr kann ich im Moment dazu nicht sagen."

Am 10. September wird das Konzept in der Sitzung der Bezirksvertretung Bonn vorgestellt. Dort werden dann wohl auch erste Signale erkennbar, ob eine politische Bereitschaft für das Projekt besteht. Und wenn ja, wann es so weit sein dürfte, dass Geld bewilligt wird.

Für die alte Schule und ihre 367 Quadratmeter Nutzfläche käme eine Nutzung wie bisher durch den Gehörlosenverein und den Ortsausschuss infrage, außerdem für die Kinderbetreuung und als Musik- und Theaterräume, so die Stadt. Die Sanierungsliste ist derweil lang. Sie reicht von energetischer Modernisierung bis zum Brandschutz. Fenster, Türen, Heizung, Toiletten und Elektroverteilung müssten erneuert werden. Das Haus ist nicht behindertengerecht, weshalb die Stadt einen Aufzug ins Gespräch bringt.

Außerdem wurden Schadstoffbelastungen festgestellt. In Trennwänden und einem Abgasrohr wies man Asbest nach, im Wandanstrich PCB, so die Stadt. Außerdem gebe es durch das undichte Dach "Ausblühungen". Bei einer Sanierung stellt sich ein weiteres Problem. Sie wäre nicht im laufenden Betrieb möglich, alle Nutzer müssten das Gebäude verlassen.

Für den Ortsausschuss, der das Vereinshaus unbedingt erhalten möchte, käme allerdings auch zunächst eine Teilsanierung in Betracht. "Ich habe ein bisschen das Gefühl, dass mit der großen Planung die Tür zugeschlagen wird", sagte Vorsitzende Barbara vom Dorp dem GA. Außerdem würde das eine Schließung für sehr lange Zeit bedeuten, an der man nicht interessiert sei. Was die kleine Lösung angeht, müssten aber unbedingt die Heizung erneuert und die notwendigsten Dämmungsmaßnahmen und neue Fenster in Angriff genommen werden.

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