"Schulen besser informieren"

Bauverzögerungen sollen frühzeitig mitgeteilt werden - Naujoks weist Kritik zurück

"Schulen besser informieren"
Foto: Max Malsch

Bonn. Friedhelm Naujoks ist als Chef des städtischen Gebäudemanagements Bonn (SGB) Herr von rund 1 300 Immobilien in der Stadt; viele davon sind Schulen. Wie die meisten städtischen Hochbauten sind auch sie in die Jahre gekommen, und trotz massiver Anstrengungen in den vergangen fünf Jahren, seitdem es das SGB gibt, haben Naujoks und seine 320 Mitarbeiter nach wie vor alle Hände voll zu tun.

Deshalb trifft ihn die Kritik der Grünen hart, die dem SGB vorwerfen, in den vergangenen beiden Jahren herrsche bei der Sanierung der Schulen praktisch Stillstand. Naujoks räumte am Dienstag ein, dass in der Tat verschiedene für 2008 geplante Maßnahmen verschoben werden mussten.

Einerseits spielte dabei die schlechte Finanzlage der Stadt eine Rolle, andererseits gebe es noch andere, sachliche Gründe. So sei er bei der Bernhard-Grundschule in Auerberg mit dem Ergebnis der Ausschreibung "nicht zufrieden" gewesen, sagte er und betonte: "Letztlich bestimmt doch die Politik, wie zügig die eine oder andere Maßnahme umgesetzt werden kann".

Und seit dem 2005 gefassten "ambitionierten" Ratsbeschluss für den Masterplan zur Schulsanierung habe die Politik noch weitere Schwerpunkte gesetzt, mit erheblicher Tragweite für das SGB. So mussten in der Zeit alle baulichen Voraussetzung zur Umwandlung sämtlicher Bonner Grundschulen in offene Ganztagsschulen geschaffen werden.

Auch verweist Naujoks auf das ehrgeizige Programm der Stadt zur Schaffung von zusätzlichen Kitaplätzen: " Irgendwann ist die Belastungsgrenze erreicht." Keinen Spaß kenne er beim Brandschutz. "Ein Gefährdung von Personen lasse ich nicht zu", versicherte er; da werde alles sofort getan, was sein müsse.

Eine gute Nachricht hält seine Kollegin Annette Böhmer parat: Der ebenfalls für vorigen Sommer geplante Beginn des Neubaus für die Carl-Schurz-Grundschule in Tannenbusch soll auf jeden Fall in diesem Sommer erfolgen - vorausgesetzt, der Rat stimmt dem Wirtschaftsplan mit einem allein für die Schulen geplanten Volumen von rund 40 Millionen Euro in 2009 zu.

In einem Punkt nimmt Naujoks die Kritik der Grünen allerdings ernst: "Wir müssen die Kommunikation mit den Schulleitungen verbessern." Diese fühlten sich, so hatten die Grünen geklagt, hinsichtlich der geplanten Baumaßnahmen an ihren Schulen oft desinformiert. "Wir arbeiten zurzeit an internen Richtlinien, wie wir dieses Problem künftig abstellen können", sagte er.

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