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Sicherheit für Kitas in Bonn: 40 neue Geschwindigkeitsanzeigen

Verkehr in Bonn : Mehr „Smileys“ sollen Kinder schützen

Der Bonner Schulausschuss stimmt für einen SPD-Vorschlag, der der Verkehrssicherheit an Kindertagesstätten und Schulen in Bonn dienen soll. Es geht dabei um Geschwindigkeitsmessungen.

Einstimmig hat der Schulausschuss am Dienstagabend für einen Vorschlag der SPD votiert, der der Verkehrssicherheit an Kindertagesstätten und Schulen dienen soll. Die Stadt soll in den kommenden zwei Jahren bis zu 40 Radar-Geschwindigkeitsanzeigen, sogenannte Dialog-Displays, für Einrichtungen anschaffen, die an stark befahrenen Straßen liegen. Sie sollen den Autofahrern an Punkten, an denen es immer wieder zu gefährlichen Situationen in der Begegnung mit Kindern kommt, die gefahrene Geschwindigkeit auf einem Display anzeigen. Sogenannte Smiley- oder Frowney-Zeichen sollen die Autofahrer demnächst loben oder dezent tadeln. Aktuell gilt an Kindertagesstätten und Schulen in Bonn, meist zeitlich begrenzt, ein generelles Tempolimit von 30 Kilometern in der Stunde.

In ihrer Stellungnahme hatte die Verwaltung berichtet, sich mit der Polizei abzustimmen. Konventionelle Geschwindigkeitsanzeigen führten laut Unfallforschung der Versicherer nur zu einem Gewöhnungseffekt. Dialog-Displays seien sinnvoller. Das bestätigten die Politiker im Ausschuss, die auf positive Erfahrungen mit den Displays und deren erzieherischen Effekt im nachbarlichen Ausland verwiesen. In zahlreichen Kommunen wie dem Rhein-Sieg-Kreis seien die Geräte schon vielfach im Einsatz. Laut Verwaltung kosten die standortunabhängig einsetzbaren Dialog-Displays in der Anschaffung 4000 Euro pro Stück. Es sei jedoch mit zusätzlichen Aufwendungen für die Installation zu rechnen. Die Verwaltung wird nun die entsprechenden Prüfungen durchführen und über die Ergebnisse informieren.