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Auswertung von Immowelt: So viel kostet das Eigenheim in Bonn im Durchschnitt

Auswertung von Immowelt : So viel kostet das Eigenheim in Bonn im Durchschnitt

Die Immobilienmärkte in Deutschland erleben seit gut zehn Jahren einen Boom. Wie liegen die Immobilienpreise in Bonn im bundesweiten Schnitt? Das Portal Immowelt hat 58 Großstädte miteinander verglichen.

Das Immobilienportal Immowelt hat ausgewertet, zu welchen Preisen im ersten Halbjahr 2020 Immobilien in 58 deutschen Großstädten inseriert wurden. Auf Platz eins landete dabei München, wo für das Eigenheim im Mittelwert stolze 1,262 Millionen Euro verlangt werden. Die günstigsten Häuser wurden in Saarbrücken angeboten, dort lag der mittlere Angebotspreis bei 199.000 Euro.

Etwa im Mittelfeld liegen Köln und Bonn. Während Häuser in Bonn im Durchschnitt für 499.000 Euro angeboten wurden, lag der Mittelwert in Köln bei 529.000 Euro. Etwas günstiger ist es beispielsweise in Aachen (413.000 Euro), etwas teurer in Düsseldorf (570.000). Als Grund für die hohen Preise sieht der Anbieter neben den gestiegenen Baukosten vor allem die hohen Grundstückspreise.

Grundlage der Auswertung waren nach Angaben des Portals auf Immowelt inserierte Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenendhäuser, die vermehrt nachgefragt wurden und eine Wohnfläche von bis zu 200 Quadratmetern hatten.

Im Vergleich der 58 deutschen Großstädte werden nach München in Stuttgart die zweithöchsten Preise verlangt: 772.000 Euro beträgt dort der mittlere Angebotspreis. Nur unwesentlich günstiger ist Frankfurt, wo Häuser im Mittel für 747.000 Euro inseriert werden. Da das Angebot an Häusern in Hamburg und in Berlin deutlich größer ist, sind dort auch die Kaufpreise niedriger. In der Hansestadt sind im Durchschnitt 591.000 Euro fällig, in der Hauptstadt 530.0000 Euro.

Dass der Wohnraum in Bonn auch in den nächsten Jahren teuer bleibt, daran haben Experten keine Zweifel. „An den Preisen wird sich nicht viel ändern, ein Preisverfall ist nicht in Sicht“, sagte Christian Dorn von der PSD Bank West Anfang Juni beim 2. GA-Immobilienforum, das in diesem Jahr aufgrund des Coronavirus virtuell stattfand. Auch Markus Gelderblom von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg sah das ähnlich „Was die Preise für Wohnraum angeht, ist der Markt unverändert. In den Großstädten herrscht Wohnungsmangel.“. Zwar sei die Nachfrage aufgrund des Coronavirus aktuell vielleicht nicht ganz so lebendig, aber dass eine Immobilienblase platzen könne, sehe er nicht. „Schon weil es keine Blase gibt.“

Eine kleine „Delle“ in dieser Blase könne es jedoch durch mögliche Insolvenzen von kleinen Unternehmen und Selbstständigen aufgrund der Coronakrise geben. Dadurch könnte das Angebot von Wohnraum auf dem Markt steigen. „In Bonn steht dem aber eine so exorbitant hohe Nachfrage gegenüber, dass die Preise nicht drastisch fallen dürften“, betonte Jan-Peter Sattler-Riegel vom Immobilienkontor Peter Sattler. Generell, auch da sind sich die Experten einig, sind die Folgen der Coronakrise auf den Immobilienmarkt in Gänze aber noch nicht abzusehen.