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OB-Wahl in Bonn: SPD und Linke werben für Grünen-Kandidatin Dörner

OB-Wahl in Bonn : SPD und Linke werben für Grünen-Kandidatin Dörner

Die Bonner SPD wirbt jetzt offiziell für die Grünen-Kandidatin Katja Dörner als Oberbürgermeisterin. Der Unterbezirksvorstand hat einen einvernehmlichen Beschluss gefasst.

Die Bonner SPD unterstützt Katja Dörner als Oberbürgermeister-Kandidatin. Das teilte der SPD-Vorsitzende Enrico Liedtke nach einer Vorstandssitzung des Unterbezirks am Dienstagabend mit.

Der Beschluss sei einvernehmlich bei zwei Enthaltungen gefasst worden. Der Beschluss sei mit der Hoffnung verbunden, dass es in Bonn zu einem "Wechsel" kommt, sagte Liedtke. Es gehe um die Forcierung des sozialen Wohnungsbaus, einen attraktiveren und bezahlbareren ÖPNV, den Ausbau der Radwege sowie um die Bekämpfung der Kinderarmut in Bonn, erklärte der Parteichef.

Dörner verkörpere für die SPD kein "weiter so" mit einer Schwarz-Grünen Mehrheit in Bonn. Deshalb könne die SPD die Wahlempfehlung für die Bundestagsabgeordnete als neue Oberbürgermeisterin von Bonn aussprechen. Liedtke ist sich sicher, dass die SPD-Basis das auch so sehe. "Wir haben auf unseren Beschluss schon sehr viele positive Rückmeldungen bekommen."

Auch die Linkspartei in Bonn hat beschlossen, offiziell eine Wahlempfehlung für Dörner auszusprechen. Sie kritisiert die bisherige Arbeit von Amtsinhaber Ashok Sridharan. „Deshalb empfehlen wir seine Abwahl und trotz der schwachen Politik der Grünen in den letzten elf Jahren, die Wahl Katja Dörners“, sagt Linksparteivorsitzender Ilja Bergen. Die Linke verbinden ihre Wahlempfehlung allerdings  mit der „klaren Erwartung, dass sich Katja Dörner anders als der bisherige OB und die Ratsmehrheit unter Beteiligung der Grünen vor allem der sozialen Fragen in Bonn annimmt. Daran werden wir sie messen." Man stelle sich also  nicht bedingungslos hinter Frau Dörner, so Bergen.

Die Liberalen in Bonn haben bereits offiziell erklärt, Amtsinhaber Ashok Sridharan (CDU) unterstützen zu wollen. Der Bürger Bund Bonn will seinen Mitgliedern und Wählern laut BBB-Vorsitzenden Thomas Fahrenholtz keine Wahlempfehlung abgeben