Kickern im Café Tortuga Spendenparlament stiftet Spielgeräte für Christophorusschule

TANNENBUSCH · Das Café Tortuga gehört bei den Mädchen und Jungen der Christophorusschule zu den beliebtesten Orten im Schulgebäude. Seit Donnerstag stehen in dem beliebten Treffpunkt zwei neue Kicker und ein Airhockey-Tisch. Finanziert hat die 3000 Euro teuren Spielgeräte, die sich die Schüler gewünscht hatten, das Bonner Spendenparlament.

 Am neuen Tischkicker: Konrad Lüdtke (von links), Sabine Ising, Susanne Gräfin Lambsdorff, Michael Kaiser, Sibylle Becker, Beatrix Losen und Leon Losen.

Am neuen Tischkicker: Konrad Lüdtke (von links), Sabine Ising, Susanne Gräfin Lambsdorff, Michael Kaiser, Sibylle Becker, Beatrix Losen und Leon Losen.

Foto: Sebastian Flick

"Kickern ist hier die Pausenattraktion überhaupt", berichtete Schulleiterin Susanne Gräfin Lambsdorff. Ab sofort haben alle Schüler die Möglichkeit, sich spannende Wettkämpfe zu liefern, denn im Gegensatz zum alten Kickertisch sind die beiden neuen Spielgeräte extra für Rollstuhlfahrer angefertigt. Sie sind höhenverstellbar, damit die Spieler mit ihren Rollstühlen direkt an den Kicker heranfahren können.

Sehnsüchtig gewartet hatten die Schüler auch auf das ebenfalls auf ihren Wunsch angeschaffte Airhockey. "Seitdem die Schule wieder angefangen hat, fragen mich die Schüler, wann sie endlich Airhockey spielen können", berichtete Lambsdorff. Am Donnerstag war es endlich soweit, und selbstverständlich wurde der Spieltisch sofort von Dutzenden Jugendlichen in Beschlag genommen. Neben ihnen werden sicherlich auch Lehrer, Therapeuten und Krankenschwestern, die alle das schulinterne Café Tortuga regelmäßig nutzen, ihr Talent im Tischfußball testen. Lambsdorff hatte bereits angekündigt, jede Herausforderung der Schüler anzunehmen.

Das im vergangenen Jahr eingerichtete Café Tortuga ist nach einer Verkaufsaktion der Schüler entstanden: Nachdem einige Lehrer festgestellt hatten, dass praxisnaher Mathematikunterricht sehr förderlich ist, wurde Rechnen beim Verkauf von Waffeln und Kaffee gelernt. "Diese Art des Matheunterrichts ist bei den Schülern sehr gut angekommen", sagte Sabine Ising, Vorsitzende des Fördervereins der Christophorusschule. Die Nachfrage nach Waffeln und Kaffee war so groß, dass mit finanzielle Mittel der HIT-Stiftung eine neue Kaffeemaschine sowie Geschirr angeschafft werden konnten und das Café Tortuga eröffnet werden konnte. Noch heute wird das Café mit Unterstützung der Lehrer von den Schülern betreut.