Geräte auf Spielplatz abgerissen Spielhaus soll im Sommer stehen

NORDSTADT · Noch sieht der Spielplatz zwischen Heerstraße und Adolfstraße etwas leer aus. Denn dort, wo bis Januar ein großes Spielhaus stand, klafft nun eine Lücke. "Wir mussten das Spielgerät leider abreißen", sagte Bernd Grießbach vom Bonner Jugendamt.

 Ein neues Spielhaus soll bis zum Sommer auf dem Spielplatz zwischen Heerstraße und Adolfstraße entstehen.

Ein neues Spielhaus soll bis zum Sommer auf dem Spielplatz zwischen Heerstraße und Adolfstraße entstehen.

Foto: Nicolas Ottersbach

Hatte die Stadt zunächst vor, das rund zehn Jahre alte Holzkonstrukt zu reparieren, stellte sich bei genauerem Hinsehen heraus, dass es nicht mehr zu retten gewesen wäre. "Das Holz war einfach zu morsch", so Grießbach.

Um so schnell wie möglich Abhilfe zu schaffen, lud die Stadt jetzt zu einem Bürgergespräch vor Ort ein. "Uns ist wichtig, die Menschen zu beteiligen", sagte Grießbach. Mit Stift und Tafel bewaffnet notierte die Kinder- und Jugendbeauftragte Andrea Koors eifrig die Vorschläge der Eltern. Die hatten das alte Spielgerät immer geschätzt. Die breite Rutschte sollte genauso wieder vorhanden sein, wie ordentlich Platz zum Schattenspenden. Neben einer Schaukel lagen auch Spielmöglichkeiten für Kleinkinder hoch im Kurs.

"Wir helfen, wo wir können", sagte Vater Matthias Oberschelp. Er ist der Vorsitzende des erst vor wenigen Tagen gegründeten Spielplatzvereins Bonner Altstadt. Ob es nun darum geht, Sponsoren zu suchen, die Spielplätze aufzuräumen oder Feste zu veranstalten, "in unserer Satzung steht, dass wir die die Spielplätze verbessern wollen", erklärt Oberschelp.

Dabei begrenze man sich nicht nur auf das Innenhof-Gelände zwischen Heerstraße und Adolfstraße, sondern fühle sich für die gesamte Altstadt verantwortlich. "Wir sehen uns als Ideengeber", sagt Oberschelp. Viele seien mit der Gestaltung der Spielplätze nicht zufrieden, weil sie oft nach einem Schema-F gebaut würden. Umso überraschter waren die Eltern, als Jörg Baur vom Grünamt seine Pläne für den Spielplatz vorstellte.

Gleich vier verschiedene hatte er mitgebracht, die allesamt mit Rutschen und Klettergerüsten ausgestattet waren. "Das ist modular aufgebaut, so können wir im Nachhinein noch Spielgeräte dranhängen", erklärte Baur. Auch die alte Rutsche, die noch intakt war, könnte integriert werden, um Kosten zu sparen. Vom Vorschlag der Eltern, selbst ein Spielgerät zu errichten, riet er ab. Es gebe viel zu viele Normen, die eingehalten werden müssten. Außerdem könnten die Hersteller dann die Garantie anfechten, wenn etwas kaputtginge.

Bis Ostern wollen die Planer den Auftrag fertig haben, bis zu den Sommerferien soll dann das neue Spielgerät stehen. "Wir müssen uns beeilen, weil das hier ein stark frequentierter Spielplatz ist", sagte Grießbach. Mehr als 200 Kinder kämen regelmäßig vorbei. Deshalb würden auch schnell die rund 15.000 bis 20.000 Euro aus dem Budget der Stadt lockergemacht, um mit den Arbeiten beginnen zu können. Etwa 240.000 Euro stehen jährlich zur Verfügung, um die stadtweit 330 öffentlichen Spielplätze auszustatten.

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