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St. Martin in Bonn: Kirchen rufen zum gemeinsamen Singen auf

Lied-Aktion : Bonner Kirchen rufen zum gemeinsamen Singen an Sankt Martin auf

Die Martinsfeste fallen in diesem Jahr coronabedingt aus. Martinszüge, Martinsfeuer und singende Kinder auf den Straßen wird es diesmal nicht geben. Damit die Verehrung des heiligen Martin nicht ganz unter den Tisch fällt, hat sich die katholische Kirche etwas ausgedacht: Die Bonner sollen gemeinsam am Fenster singen.

Laternen, Martinszüge und gemeinsames Singen - all das hat im Rheinland eine wichtige Bedeutung. Der heilige Martin, der dem Mythos nach aus Nächstenliebe seinen Mantel mit einem Frierenden teilte, wird hier besonders stark verehrt.

Doch auf die alten Bräuche, bei denen die Menschen an Martinsfeuern und zu Umzügen zusammenkommen und Kinder abends bei sogenannten Schnörzen singend Süßigkeiten an den Haustüren erbitten, müssen die Menschen in diesem Jahr verzichten. Die Corona-Pandemie macht es unmöglich.

Die Bonner Stadtkirche bedauert dies sehr: „Wenn auch vor dem sich weiter verschärfenden Infektionsgeschehen verständlich, ist dies dennoch gerade für die Kinder sehr traurig“, sagte Stadtdechant Wolfgang Picken. Eine Idee soll helfen, dass das Gedenken an Sankt Martin nicht vollständig ausfällt.

Am Martinstag, dem heutigen Mittwoch, seien die Bonner ab 18 Uhr eingeladen, ihre Fenster zu öffnen und gemeinsam zu singen. Gesungen werden sollen die traditionellen Martinslieder „Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind“ und „Laterne, Laterne“. Unterstützt werden die Bonner dabei durch das Domradio und den General-Anzeiger. Auf der Internetseite des Domradios lassen sich die Lieder abrufen. Wir stellen sie samt Grußworten von Oberbürgermeisterin Katja Dörner sowie Stadtdechant Wolfgang Picken als Video zur Verfügung.

Bitte auf das Video klicken, um die Grußworte und die Liedbegleitung aufzurufen:

Gemeinsam singen zu St. Martin in Bonn

Im Anschluss an die Aktion will die Stadtkirche um 18.10 Uhr die Glocken der katholischen Kirchen im Stadtgebiet läuten lassen. Das Stadtdekanat lud außerdem dazu ein, Laternen in die Fenster der Häuser und Wohnungen zu stellen. OB Katja Dörner rief dazu auf, mitzumachen: Trotz räumlicher Distanz können wir so zeigen, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen“, so die Oberbürgermeisterin. „In diesen schwierigen Zeiten der Pandemie, in denen wir alle mit Einschränkungen leben müssen, um uns und unsere Mitmenschen zu schützen, sind Aktionen wie diese besondere Lichtblicke.“

(ga)