Mehr als 600 neue Stellen seit 2020 Stadt Bonn treibt eigene Personalkosten auf 419 Millionen Euro

Analyse | Bonn · Seit der letzten Kommunalwahl hat das Ratsbündnis der Bonner Verwaltung einen Stellenzuwachs in Rekord-Höhe genehmigt. Das hat massive Konsequenzen für den Haushalt. Wenn in den nächsten Jahren die Pensionierungswelle rollt, werden die Kosten noch stärker steigen.

 Das Stadthaus in Bonn.

Das Stadthaus in Bonn.

Foto: Benjamin Westhoff

Der Frust war Michael Faber anzumerken. Man habe den Eindruck, sagte der Linken-Ratspolitiker im Frühjahr im Finanzausschuss, dass die Bonner Stadtverwaltung allzu leichtfertig nach immer neuen Planstellen verlange. Anlass war ein Zusatz-Posten für einen weiteren „Tax Compliance Manager“ im Kassen- und Steueramt, den Kämmerin Margarete Heidler haben wollte. Nach einer ausführlichen Debatte, warum dieser Mehrbedarf unabweisbar sei, gab Faber zähneknirschend nach. Die Linke und Volt, eingebunden in die Koalitionsdisziplin, enthielten sich. Nur der Bürger Bund Bonn (BBB) stimmte gegen die Heidler-Vorlage.