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Stadt Bonn erstattet Eltern Beiträg für Kita und OGS

Beiträge in Zeiten von Corona : Stadt und Land erstatten Beiträge für Kita und OGS

Der Hauptausschuss hat am Donnerstagabend beschlossen, die Hälfte der Beiträge für Kita, Tagespflege und OGS zu erstatten. Familien sollen für Mai und Juni Geld zurückerhalten.

Jetzt ist es amtlich: Alle Eltern, deren Kinder einen Betreuungsplatz in der Kita und Tagespflege oder Offenen Ganztagsschulen haben, sollen für Mai und Juni die Elternbeiträge erstattet bekommen. Der Hauptausschuss, der am Donnerstagabend  wegen der Corona-Pandemie anstelle des deutlich größeren Stadtrates tagte, beschloss, die Stadt Bonn soll den Eltern 50 Prozent der Beiträge erstatten.

Die andere  Hälfte will das Land NRW tragen, wie aus einem Beschluss des Haushalts- und Finanzausschusses  des Düsseldorfer Landtags von Donnerstag hervorgeht.  So soll das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) insgesamt 64 Millionen Euro landesweit zur hälftigen Erstattung der Elternbeiträge in den Kitas und Tagespflegestellen bereitstellen.  Das NRW-Ministerium für Schule und Bildung schießt laut Pressestelle insgesamt  22 Millionen Euro zur Erstattung der Elternbeiträge im Bereich der Offenen Ganztagsbetreuung und für sonstige Ganztags- und Betreuungsangebote in Primarbereich und Sekundarstufe l zu.

Eine Million Euro Einnahmeverlust pro Monat

Für die Stadt Bonn beträgt bei dieser Regelung der Einnahmeverlust eine Million Euro pro Monat. Wie berichtet, bieten Schule und Kita seit Monaten nur noch Notbetreuung beziehungsweise eingeschränkten Regelbetrieb an. Aufgrund der bisher hohen Inzidenzwerte auch in Bonn sind Eltern gehalten, ihre Kinder aus Infektionsschutzgründen möglichst zu Hause zu betreuen.

„Wir wollen aufgrund der Einschränkungen im ersten Halbjahr 2021 den Eltern für diesen Zeitraum insgesamt die Hälfte der Beiträge erlassen. Das bedeutet, dass nach dem beitragsfreien Monat Januar auch die Monate Mai und Juni beitragsfrei gestellt werden sollen“, erklärte Familienminister Joachim Stamp gegenüber dem GA. Darüber hinaus werde es mit den Kommunalen Spitzenverbänden Gespräche geben, wie die Lastenverteilung zwischen Land und Kommunen insgesamt gestaltet werden kann.