Verbindung zwischen Innenstadt und Rheinufer Stadt Bonn will die Unterführung an der Brüdergasse umbauen

Bonn · Die Stadt Bonn will im Herbst mit dem zwei Millionen Euro teuren Umbau der Unterführung in der Brüdergasse beginnen. Die steile Verbindung zwischen Innenstadt und Rheinufer ist insbesondere für Rollstuhlfahrer schwer zu nehmen.

Die Unterführung an der Brüdergasse.

Die Unterführung an der Brüdergasse.

Foto: Benjamin Westhoff

In diesem Herbst soll der weitere Umbau der Brüdergasse in der Bonner Innenstadt beginnen. Die Bonner Bezirksvertretung hat der Planung zugestimmt. Die Stadt geht davon aus, dass die Bauarbeiten etwa ein halbes Jahr Zeit in Anspruch nehmen werden. Die Kosten für das vom Land im Rahmen des Masterplans Innere Stadt geförderte Projekt liegen alles in allem bei knapp zwei Millionen Euro. Es geht vor allem um die Neugestaltung der gegenwärtig wenig ansprechenden Fußgängerunterführung, die die Innenstadt mit dem Bonner Opernhaus und letztlich mit dem Rheinufer verbindet. Dieser Weg ist recht steil und insbesondere für Rollstuhlfahrer nicht leicht zu nehmen.

Aus diesem Grund sehen die städtischen Pläne vor, die neue Unterführung flacher zu gestalten. In der jüngsten Sitzung der Bonner Bezirksvertretung führte eine Mitarbeiterin der Verwaltung aus, dass – logische Folge – die Schräge dadurch länger würde. Kerstin Schröer erklärte von städtischer Seite, dass für die Gehwege der Einbau von Betonstein geplant sei, für die Ränder hoher Naturstein. Die farbliche Unterscheidung soll auch dazu dienen, die Fußgängerflächen von den Radrampen unterscheiden zu können. Vom Presseamt hieß es, die Oberflächengestaltung „soll nahtlos an die hochwertige Gestaltung der Fußgängerzone anschließen“.

Der Bezirksverordnete Jakob Kraasch (Grüne) regte an, nach dem Umbau über die Gestaltung der Wände nachzudenken: „Aus der Vergangenheit wissen wir, dass das beste Mittel gegen schlechtes Graffiti gutes Graffiti ist“, sagte Kraasch. Die Stadtverwaltung kündigte nun an, in dieser Sache an die lokale Szene herantreten zu wollen.

Zeitlich parallel plant die Stadt, die aufwändige Sanierung des Rheinufers in Angriff zu nehmen. Angekündigt ist ebenfalls der Umbau der Straßen Rathausgasse und Am Hof, verbunden mit einer Neuaufteilung der Straßenbreite, von der vor allem Fußgänger profitieren sollen.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Erfolg bemisst sich an Taten
Kommentar zur Bonner Klimaplan-Bilanz Erfolg bemisst sich an Taten
Zum Thema
Leerstand ist keine Option
Kommentar zu den Problemen der Vermieter Leerstand ist keine Option
Aus dem Ressort