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Corona-Hilfen: Stadt plant zweiten Solidaritätsfonds für Bonner Kultur

Corona-Hilfen : Stadt plant zweiten Solidaritätsfonds für Bonner Kultur

Die Stadt plant einen zweiten Solidaritätsfonds für die Bonner Kultur. Damit will sie Einrichtungen und Künstlern dabei unterstützen, ihre Existenz während der Corona-Pandemie zu sichern.

Da Kulturbetriebe wegen der Coronakrise weiterhin geschlossen bleiben müssen, regt die Stadt Bonn die Einrichtung eines zweiten Solidaritätsfonds an. Damit sollen kulturelle Einrichtungen und freischaffende Bonner Künstler finanziell unterstützt werden. Die Verwaltung hat laut Mitteilung eine entsprechende Beschlussvorlage eingebracht.

„Ohne Kultur wird alles still - auch deshalb ist die Unterstützung der Kultur für uns ein wichtiges Anliegen“, erklärt Oberbürgermeisterin Katja Dörner. Die freie Kulturszene erlebe durch die Corona-Pandemie zum Teil existenzgefährdende Einbußen. Durch diesen zweiten Solidaritätsfonds wolle die Stadt dazu beitragen, den Bonner Kultureinrichtungen das Leben etwas zu erleichtern. „Auch über die jetzige Summe hinaus sollen die Einnahmen aus den Corona-Bußgeldern den Kultureinrichtungen zufließen“, so Dörner.

Für den Solidaritätsfonds II werden Einnahmen aus Bußgeldern verwendet, die aufgrund von Verstößen gegen die Corona-Vorschriften eingenommen wurden. Es stehen derzeit insgesamt 115.000 Euro zur Verfügung.

Antragsberechtigt sind freie Träger von Einrichtungen für kulturelle Veranstaltungen mit Sitz in Bonn, die sich verpflichten, im Jahre 2021 mindestens eine Veranstaltung mit Künstlern aus Bonn durchzuführen und dafür ein marktübliches Honorar zu zahlen. Es können sich zum Beispiel Theater, Kleinkunstbühnen, Festivals, Musikaufführungsstätten, Musikclubs, Ausstellungshäuser, Museen, Kulturzentren oder Literaturhäuser bewerben.

Der Zuschuss pro Veranstaltungsstätte soll mindestens 5000 Euro betragen. Die endgültige Höhe richtet sich nach der Anzahl der eingegangenen Anträge bis zum Ende der Frist. Eine Erhöhung des Betrages ist möglich, wenn weniger als 23 förderungswürdige Anträge eingehen.

Sofern der Rat der Stadt Bonn dem Beschlussvorschlag folgt, voraussichtlich in der Sitzung am 10. Dezember, werden online unter www.bonn.de sowohl ein Antrag als auch alle notwendigen Informationen zum Antragsverfahren abrufbar sein. Der Antrag kann dann bis zum 8. Januar 2021 eingereicht werden.

Bereits im April hatte die Stadt einen Solidaritätsfonds für die Bonner Kulturszene eingerichtet. Es konnten Anträge von 16 Kulturbetrieben und 11 freischaffenden Künstlern bewilligt werden.

(ga)