1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Container für Melbbad: Stadt soll Betrieb im Melbbad für 2020 sicherstellen

Container für Melbbad : Stadt soll Betrieb im Melbbad für 2020 sicherstellen

Die Stadtverwaltung soll alles in die Wege leiten, damit das Melbbad in Poppelsdorf in der kommenden Freibadsaison wieder öffnen kann.

Einen entsprechenden Dringlichkeitsbeschluss hat der Stadtrat auf Antrag der Jamaika-Koalition einstimmig beschlossen. CDU, FDP und Grüne schlugen darin vor, Container für Umkleiden, Duschen und sanitäre Anlagen aufzustellen.

So sieht die bisherige Planung der Vebowag am Melbbad zur Trierer Straße aus, gegen die Bürger protestieren. Foto: Vebowag

Die Beschaffung müsse rechtzeitig in die Wege geleitet werden. Hintergrund: Das Gesundheitsamt hatte nach Sichtung der alten Sanitäranlagen eine Betriebsgenehmigung nur noch bis 2019 ausgestellt, weil es gravierende hygienische Mängel sieht.

Umstrittener Neubau mit 100 Wohnungen

Der Antrag des Bürger Bunds Bonn (BBB), das Grundstück nicht wie vorgesehen an die städtische Wohnungsbaugesellschaft Vebowag zu verkaufen, wurde zuvor mit Mehrheit von der Tagesordnung abgesetzt. Oberbürgermeister Ashok Sridharan hatte erklärt, dass keine Tatsachen geschaffen würden, ohne vorab Politik und Bürger zu informieren. Wie berichtet, sollen im Untergeschoss des Neubaus mit rund 100 Wohneinheiten neue Umkleiden und Sanitäranlagen für das Bad integriert werden. Gegen das Projekt regt sich Widerstand in der Bürgerschaft. Die Bagger hätten schon im September rollen können. Der Oberbürgermeister versucht in Gesprächen mit Vebowag und Bürgerinitiative eine Lösung zu finden.

Johannes Schott (BBB) äußerte seine Vermutung, dass die Koalition derzeit keine unliebsame Entscheidung mehr treffen wolle, "um die Bebauung dann nach der Wahl durchzudrücken". Darauf weise im Antrag auch der Satz hin: "Die Verwaltung wird beauftragt, den Weiterbetrieb des Melbbades in der kommenden Saison 2020 sicherzustellen." Rolf Beu von den Grünen betonte: Der Rat habe längst beschlossen, "dass alle Bonner Freibäder erhalten bleiben".