Blitzer an Schulen Stadt und Polizei behalten Autofahrer auch nach Schulbeginn im Blick

BONN · Die i-Dötzchen haben die ersten Schulwochen hinter sich gebracht und kennen ihren Schulweg mittlerweile wohl schon ziemlich gut. Doch auch wenn sich langsam Routine einstellt: Die Stadt behält nach eigener Aussage die Sicherheit der Schulwege weiterhin im Blick.

 Es wird wieder geblitzt.

Es wird wieder geblitzt.

Foto: Horst Müller

Dazu gehören auch Radarkontrollen in den Tempo-30-Zonen, teilweise gemeinsam mit der Polizei. So zum Beispiel am Freitagmorgen: Ein Messwagenteam um Carsten Sperling vom Stadtordnungsdienst kontrollierte die Autofahrer an der Paulus- und Elsa-Brändström-Schule an der Hohe Straße, die Polizisten hielten die Verkehrssünder einige Meter weiter an. "Es geht darum zu zeigen, dass wir auch während des Schuljahrs unterwegs sind", so Sperling.

Das gelte auch für Ferien und Brückentage. "Die Schulhöfe werden ja auch als Spielplätze genutzt." Es gelte, Schüler und jüngere Kinder zu schützen. Was die Uhrzeiten angehe, versuche man, sich "nach den Öffnungszeiten der Kindergärten und Schulen zu richten", sagte Sperling. Abends werde allerdings auch geblitzt, wenn es andere schutzwürdige Einrichtungen wie Seniorenheime in der Nähe der Schule gebe. Insgesamt ist die Stadt mit vier Messwagen unterwegs.

"Diese gemeinsamen Aktionen liegen uns sehr am Herzen", sagte Polizeihauptkommissar Kurt Schmidt, Leiter der Verkehrsdienste. Ein wichtiges Ziel sei, Unfälle zu bekämpfen, deren Ursache häufig in überhöhter Geschwindigkeit liege. Ein nur um wenige Meter kürzerer Bremsweg könne im Ernstfall entscheidend sein, betonten Stadt und Polizei.

Dass die Autofahrer angehalten werden, nachdem sie geblitzt worden sind, sei nachhaltiger, als wenn zwei Wochen später "nur" der Bußgeldbescheid im Briefkasten liege, so Schmidt. Nachhaltigkeit ist das Stichwort: Ziel der Aktionen ist es, die Autofahrer für die überhöhte Geschwindigkeit und die damit verbundenen Gefahren zu sensibilisieren.

So soll erreicht werden, dass sie sich wegen der Sicherheit immer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten - und nicht nur dann, wenn sie auf eine Radarfalle hingewiesen werden.

Messstellen:
Stadt und Polizei veröffentlichen ihre Messstellen regelmäßig im Internet. Um zu erreichen, dass langfristig langsamer gefahren wird, wird zwar der Ort, nicht jedoch die Uhrzeiten der Kontrollen bekannt gegeben, erklärt Polizeihauptkommissar Knut Schmidt. Dies gilt auch für die Veröffentlichung der städtischen Messstellen.

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