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Stadthalle Bad Godesberg: Wegen Einsturzgefahr länger geschlossen

Einsturzgefahr : Godesberger Stadthalle bleibt länger geschlossen

Die Godesberger Stadthalle wird noch länger gesperrt bleiben, schätzt Oberbürgermeister Ashok Sridharan. Bauteile sind so kaputt, dass sie komplett ausgetauscht werden müssen.

Die Stadthalle wird bis auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben. „Wir müssen uns voraussichtlich darauf einstellen, dass wir einige Jahre ohne die Stadthalle auskommen müssen“, teilte Oberbürgermeister Ashok Sridharan am Mittwoch mit. Die Spannbetonträger des großen Saales seien wohl so schadhaft, dass eine Instandsetzung des Tragwerkes nicht mehr möglich sei, sagte Monika Hörig vom Presseamt der Stadt. Damit sind nun, neben der Beethovenhalle, die beiden großen Hallen in Bonn geschlossen. Die Stadthalle war auch Thema in der Sitzung der Bad Godesberger Bezirksvertretung am Mittwoch, an der Sridharan teilgenommen hatte.

Dabei ist die Stadthalle eine Stätte für verschiedene Veranstaltungen, wie Tagungen, Messen, Kultur und Brauchtum. Auch Vereine ließen dort ihre Veranstaltungen stattfinden. Im dortigen Restaurant gingen regelmäßig Menschen mittags essen. Der Trinkpavillon wurde vor gut zweieinhalb Jahren vom Verein Bürger.Bad.Godesberg in Eigenregie als kultureller und gesellschaftlicher Treffpunkt reaktiviert.

Doch für die kommenden Jahre müssen sich Veranstalter andere Orte suchen. So gebe es nach Meinung der Stadt „eine Reihe von privaten Veranstaltungsorten, mit denen die bisherigen Nutzer der Stadthalle in Kontakt treten können“. Dabei stehe das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn sowie die Tourismus- und Congress GmbH für Informationen und Unterstützung zur Verfügung, sagte Hörig.

Die Stadt verweist etwa auf die Räumlichkeiten in Schulen, die für örtliche Vereine auf Anfrage zur Verfügung stehen würden. Voraussetzung ist, dass keine schulischen Belange oder die Mietordnung dagegen sprechen, wie Hörig vom Presseamt weiter ausführt. Für größere Veranstaltungen wie etwa zu Karneval prüfe die Verwaltung, ob auf der Rigal’schen Wiese die Errichtung eines großen Zeltes für einige Wochen möglich wäre.