Städteranking Wie schneidet Bonn unter den deutschen Großstädten ab?

Interaktiv | Bonn · Wie steht Bonn in Sachen Wirtschaftskraft, Arbeitsmarkt oder Nachhaltigkeit da? Ein Städteranking im Auftrag von „Immoscout24“ und der „Wirtschaftswoche“ vergibt Noten - vor allem eine Stadt sticht dabei in diesem Jahr heraus.

 Bonn schneidet im Städteranking gut ab, trotz fehlender Dynamik.

Bonn schneidet im Städteranking gut ab, trotz fehlender Dynamik.

Foto: Benjamin Westhoff

Wie gut lebt es sich in Bonn und wie steht die Stadt im bundesweiten Vergleich da? In ihrem jährlichen Städteranking von „IW Consult“ im Auftrag des Internet-Portals „Immoscout24“ und der „Wirtschaftswoche“ bekommt die Bundesstadt eine gute Note. Von 71 ausgewerteten Städten in Deutschland landet Bonn auf Platz 20 und verbessert sich damit um einen Platz im Vergleich zum Vorjahr. Besonders gut weg, kommt die Stadt bei den Teildisziplinen „Lebensqualität“ und „Wirtschaft“. Etwas schlechter bewerten die Analysten den Bonner Arbeitsmarkt.

Bei der jährlichen Untersuchung werden die aktuelle Lage (Niveau) und Veränderungsraten (Dynamik) verschiedener Indikatoren von 71 kreisfreien Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern verglichen. Analysiert werden Faktoren wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien und Lebensqualität. Ein zusätzlicher Nachhaltigkeitsindex umfasst ökonomische, ökologische und soziale Faktoren.

Bei der Dynamikbewertung landet Bonn indessen lediglich auf Platz 42, macht hier aber im Vergleich zum Vorjahr immerhin vier Plätze gut. Untersucht wird beim Dynamikindex anhand von 36 Indikatoren, wie stark sich eine Stadt innerhalb von fünf Jahren verändert hat. Bei der dritten Disziplin, der Nachhaltigkeit, belegt Bonn ebenfalls Platz 20.

Berlin und Leipzig zählen zu den dynamischen Städten

Bei der Bewertung der aktuellen Lage bleibt Bayerns Landeshauptstadt München in der Analyse auf Platz 1 und belegt damit zum zehnten Mal in Folge den Spitzenplatz. Mainz arbeitet sich auf den zweiten Platz vor. In der Top Ten landen neben den Metropolen Stuttgart (3) und Frankfurt am Main (8) auch Erlangen, Ingolstadt, Wolfsburg, Darmstadt sowie Ulm und Regensburg. Hamburg lag wie im Vorjahr auf Platz 11, Düsseldorf folgte auf Rang 13. Köln und Berlin fanden sich auf den Plätzen 31 und 38 wieder. Schlusslichter waren wie im Vorjahr die Ruhrgebietsstädte Herne, Duisburg und Gelsenkirchen.

Geht es um die Dynamik, rangieren Berlin und Leipzig hinter Spitzenreiter Mainz. Kaiserslautern machte in der Auswertung einen Sprung von Platz 22 auf Rang 4, gefolgt von Düsseldorf (5). Hamburg verbesserte sich deutlich von 42 auf Rang 6. München und Köln kamen auf die Plätze 9 und 7. In den großen Metropolen wird die Dynamikbewertung den Angaben zufolge vor allem vom Immobilienmarkt und der Entwicklung der Mieten getrieben. Am Ende des Rankings landeten Ludwigshafen, Ingolstadt und Hagen.

Heidelberg punktet mit Forschungsinstituten

Im Nachhaltigkeitsindex verdrängt Heidelberg die Autostadt Wolfsburg vom Spitzenplatz auf Rang 3. Die Universitätsstadt am Neckar sei besonders zukunftsgerichtet und punkte unter anderem mit Forschungsinstituten wie einem Zentrum der Max-Planck-Gesellschaft und einer leistungsfähigen digitalen Infrastruktur, hieß es in der Studie. Ingolstadt verbesserte sich auf Rang 2. Erlangen blieb auf Platz 4, gefolgt von Ulm. Die letzten drei Plätze gingen in der Auswertung unverändert an Herne, Duisburg und Gelsenkirchen.

Mit Material von dpa

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