1. Bonn
  2. Stadt Bonn

Stichwahlen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis: Alle wichtigen Infos

Was Wähler wissen sollten : Alle wichtigen Infos zu den Stichwahlen in Bonn und der Region

Nach der Wahl ist vor der Wahl: In mehreren Städten in der Region stehen nach der Kommunalwahl Stichwahlen an, darunter in Bonn, Siegburg, Troisdorf und Rheinbach und Bornheim. Was Wähler nun wissen sollten.

Die Wähler in Bonn haben abgestimmt - und werden in zwei Wochen erneut an die Wahlurne gebeten. Nach der Kommunalwahl am Sonntag soll eine Stichwahl über den künftigen Oberbürgermeister entscheiden.

Amtsinhaber Ashok Sridharan (CDU) geht mit 34,5 Prozent als Favorit in die Stichwahl - aber Grünen-Kandidatin Katja Dörner ist ihm mit 27,6 Prozent auf den Fersen. Und der Bonner OB-Sessel ist kein klassisches CDU-Hoheitsgebiet - vor Sridharan hatte jahrelang die SPD das Sagen. Deren Kandidatin Lissi von Bülow scheiterte im ersten Wahlgang. Gut möglich, dass viele ihrer Wähler nun der Bundestagsabgeordneten Dörner zugeneigt sind. Sridharan wiederum hat Amts- und Promibonus. Er wurde 2015 erster CDU-OB einer deutschen Großstadt mit Migrationshintergrund.

Im Rhein-Sieg-Kreis stehen insgesamt acht Stichwahlen an. In Eitorf, Bornheim, Hennef, Lohmar, Rheinbach, Wachtberg, Siegburg, und Trois­dorf gibt es ebenfalls einen zweiten Wahlgang.

Wann gibt es eine Stichwahl?

Eine Stichwahl fällt dann an, wenn im ersten Wahldurchgang keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit der gültigen Stimmen erreicht. Das Kommunalwahlgesetz in NRW sieht vor, dass einer der Kandidaten mindestens 50 Prozent der Stimmen erhält.

Wann finden die Stichwahlen statt?

Wo nach der Kommunalwahl Stichwahlen anfallen, wird am Sonntag, 27. September, erneut gewählt.

Wer tritt zur Stichwahl an?

Gewählt werden können die zwei Kandidaten, die bei der Kommunalwahl am Sonntag die meisten Stimmen erzielt haben. Die Wähler dürfen dabei eine Stimme abgeben. Wer die meisten Stimmen bekommt, geht als Sieger der Wahl hervor. Beim unwahrscheinlichen Fall, dass beide Kandidaten die gleiche Anzahl an Stimmen erreichen, entscheidet der zuständige Wahlleiter per Los.

Bekommen Wähler neue Wahlbenachrichtigungen zugeschickt?

Nein, Wähler bekommen keine weitere Wahlbenachrichtigung zugeschickt. Die ursprüngliche Wahlbenachrichtigung bleibt gültig und soll erneut zur Wahl mitgebracht werden. Wer seine Benachrichtigung verlegt hat, kann aber dennoch wählen. Wahlberechtigte sind im Wählerverzeichnis aufgelistet. Zur möglichen Identifizierung sollte vorsichtshalber immer ein Ausweisdokument mitgebracht werden - etwa der Personalausweis, ein Reisepass oder ein Führerschein. Selbst wenn das Dokument abgelaufen ist, können die Wahlhelfer den Wähler so anhand des Fotos auf dem Dokument identifizieren.

Muss ich die Briefwahl erneut beantragen?

Wer die Briefwahl für den ersten Wahlgang beantragt hat, bekommt die Unterlagen dazu für die Stichwahl ab Mittwoch, 16. September, erneut zugeschickt. Wer beim ersten Wahlgang regulär zur Wahl gegangen ist, muss die Briefwahl dann selbstverständlich neu beantragen. Das kann bis Mittwoch, 23. September, 12 Uhr, schriftlich erfolgen über die Internetseiten der jeweiligen Stadt oder Gemeinde oder über den QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung. Briefwahlunterlagen werden normalerweise mit der Post verschickt. Außerdem stehen ab dem 16. September Stimmzettel in den Wahlbüros der Bonner Stadtbezirke zur Verfügung. Wer möchte, kann direkt vor Ort wählen und den Stimmzettel in die Urne werfen. Die Wahlbüros sind montags und donnerstags von 8 bis 18 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr sowie am Freitag, 25. September, von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer das verpasst hat, kann sie bis spätestens am Wahltag um 16 Uhr beim Wahlamt seiner Stadt oder Gemeinde abgegeben. Alternativ können die Briefwähler am Wahltag auch ihre Briefwahlunterlagen mit ins Wahllokal bringen und dort wählen.

Wo wird gewählt?

Gewählt wird in denselben Wahllokalen wie bei dem ersten Wahlgang auch. Erneut öffnen die Wahllokale am Sonntag, 27. September, zwischen 8 und 18 Uhr. Dabei gelten weiterhin die Corona-Regeln: Wähler werden gebeten, ihren eigenen Stift mitzubringen. Es gibt eine Maskenpflicht auf dem Areal des Wahllokals. Wähler sollten sich zudem erneut auf längere Wartezeiten einstellen. Bei der Kommunalwahl hatte es an vielen Wahllokalen lange Warteschlangen gegeben. Erneut gilt: Wer sich bis 18 Uhr für den Wahlgang angestellt hat, darf auch wählen.

(ga)