Messerstecherei im Hofgarten Streit schwelte schon länger

Bonn · Zwischen den vier Jugendlichen, die am Montagabend bei einer Messerstecherei im Hofgarten verletzt worden sind, schwelte schon länger ein Streit. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.

 Vor dem Germanistischen Seminar war es in der Nacht auf Dienstag zu einer Messerstecherei gekommen.

Vor dem Germanistischen Seminar war es in der Nacht auf Dienstag zu einer Messerstecherei gekommen.

Foto: Benjamin Westhoff

Nach Auskunft der Beamten sollen sich die 15- bis 19-Jährigen verabredet haben, um sich auszusprechen, doch der Streit eskalierte. Der Ort des Treffens soll zufällig gewählt worden sein. Inhaftiert wurde niemand, es habe schlichtweg keine Haftgründe gegeben, so die Polizei. Die vier Jugendlichen kommen aus Bad Godesberg, nach GA-Informationen sind die Asylbewerber aus Albanien dort untergebracht. Der Hintergrund der Tat soll rein privater Natur sein.

Aus Sicht der Polizei ist der Hofgarten kein krimineller Brennpunkt. Die Fallzahlen seien rückläufig, vor allem im Bereich der Gewaltkriminalität. So verzeichnete die Bonner Behörde im vergangenen Jahr vier Raubüberfälle im Hofgarten, in diesem Jahr waren es bislang zwei. Das führt die Polizei unter anderem auf die Festnahme der „Hofgartenbande“ vor eineinhalb Jahren zurück, die eine Reihe teilweise brutaler Raubüberfälle begangen hatte. Es gebe dort zwar immer wieder „Aufgriffe, meist mit Cannabis oder Marihuana“, doch die Dealerszene habe sich weder am Hofgarten, noch am benachbarten Alten Zoll etabliert.

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