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Studieren in Bonn: Das können Studenten erleben

GA gelistet : Das können Studenten in Bonn unternehmen

Bonn bietet Studenten nicht nur eine Uni sondern auch Gelegenheiten zur Zerstreuung. Ein paar Tipps dazu, wie man als Student seine Studienstadt am besten kennenlernt.

Wer studiert, braucht auch mal eine Auszeit. Ein unbeschwertes Studentenleben ist zurzeit aufgrund der Pandemie zwar nicht möglich, wir haben trotzdem eine Reihe von Tipps für die Freizeitgestaltung in Bonn.

Aussicht am alten Zoll genießen

Der Alte Zoll ist der Rest der Bonner Stadtbefestigung. Der Name erinnert an das Zollhaus, das seit dem Mittelalter hier stand. Vom Uni-Hauptgebäude aus läuft man Richtung Rhein und kommt so schnell zu dem Denkmal. Man läuft ein wenig bergauf und schon ist man auf der Aussichtsplattform. Von hier aus kann man einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt schauen. Zu den Füßen fließt der Rhein, am anderen Ufer hat man einen Überblick über Beuel und das Siebengebirge und zur Rechten ragt der Posttower in die Höhe. Direkt neben der Plattform erstreckt sich eine Wiese, auf der es sich die Bonner und Studenten gerne gemütlich machen. Ein Biergarten versorgt die Besucher dort mit Getränken und Snacks. Oft bringen sie aber auch ihr eigenes Picknick, Grill-Ausrüstung oder Getränke mit und genießen im Sommer die Abendstunden.

Auf Bonner Wiesen entspannen oder lernen

Hofgarten, Poppelsdorfer Schlosss, Alter Zoll, Rheinaue - Wiesen gibt es in Bonn reichlich. Die werden von Studenten auch gut und gerne genutzt. Sobald die ersten Sonnenstrahlen herauskommen, entspannen zahlreiche Bonner auf den Grünflächen. Studenten lernen dort, treffen sich mit Freunden, ruhen sich zwischen Vorlesungen und Seminaren aus oder treiben Sport. Mindestens eine der vielen Möglichkeiten sollte man auf jeden Fall ausprobieren.

Offene Bücherschränke abklappern

Seit die Bürgerstiftung Bonn das Projekt „Offene Bücherschränke“ 2002 ins Leben rief, sind die Schränke aus dem Bonner Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Das Prinzip ist einfach wie erfolgreich: Bücher können ohne Gebühr und ohne Leihfrist sowohl entnommen als auch gespendet werden. Dabei gibt es keine Einschränkungen, was Themen und Genre der Bücher betrifft. Mehr zur Geschichte der mehr als ein Dutzend Bücherschränke findet man auf der Internetseite der Bürgerstiftung Bonn.

Ein Bönnsch trinken

Zum Studentenleben gehört an vielen Abenden meist auch ein kühles Bier. Das sollte mindestens einmal im "Brauhaus Bönnsch" getrunken werden. Im Bonner Lokal gibt es selbstgebrautes Bier aus einem selbstgestalteten Glas.

Wo? Sterntorbrücke 4, 53111 Bonn

Wann? Täglich ab 11 Uhr

Was ist während Corona zu beachten? So lange der Inzidenzwert in Bonn unter 100 liegt, darf die Außengastronomie öffnen. Geimpfte, Genesene oder Getestete dürfen Platz nehmen und vor Ort bewirtet werden. Das Brauhaus empfiehlt, sich einen Tisch zu reservieren unter Tel. 0228/650610 oder unter info@boennsch.de.

Kirschblüten in der Altstadt fotografieren

Im April blühen in der Bonner Altstadt die Kirschblüten und färben die Heer- und Breite Straße rosa. Kirschblütenfreunde aus der ganzen Welt reisen an, um sich unter dem Blütendach fotografieren zu lassen. Als Bonner Student kann man mit einem Foto in den rosa Altstadt-Straßen seine Freunde aus anderen Städten sicherlich beeindrucken. Empfehlenswert ist es aber auch, sich in ein Altstadt-Café zu setzen und die Besucher beim Posieren zu beobachten.

 Die Bonner Kirschblüten in der Altstadt muss man gesehen haben.
Die Bonner Kirschblüten in der Altstadt muss man gesehen haben. Foto: Benjamin Westhoff

Auf dem Rheinauenflohmarkt stöbern

Wer nur ein kleines Studentenbudget hat, sollte auf dem Bonner Rheinauenflohmarkt nach Schätzen für die Wohnung, den Alltag oder für Freunde suchen. Im Frühjahr und Sommer bieten private Verkäufer ihren Trödel zu kleinen Preisen an. Die Vielfalt an den Ständen und die schöne Kulisse der Bonner Rheinauen machen einen Spaziergang - am besten mit Freunden - über den Flohmarkt zu einem Muss für Studenten.

Wann? Ab Juni, jeden dritten Samstag im Monat

Weitere Informationen unter www.flohmarkt-rheinaue.de. Aktuell ist noch nicht klar, ob der Flohmarkt coronabedingt wirklich stattfinden kann.

Beim Deutschen Post Marathon mitlaufen

Eine sportliche Herausforderung findet man als Student beim Deutschen Post Marathon. Die Laufstrecke führt durch ganz Bonn. Dabei läuft man entlang des Rheins und vorbei an Bonner Sehenswürdigkeiten. Mitmachen kann man als Marathon- und Halbmarathonläufer, Walker, Inliner und Handbiker.

Wann? Der Deutsche Post Marathon Bonn findet aufgrund der aktuellen Situation dieses Jahr im Herbst und nicht wie traditionell im April statt. Neuer Termin ist der 17. Oktober 2021.

Weitere Informationen unter www.deutschepost-marathonbonn.de

Pützchens Markt besuchen

Jedes Jahr im September feiern die Bonner gemeinsam Pützchens Markt, die Beueler Traditionskirmes. An vier Tagen kann man zahlreiche Fahrgeschäfte besuchen, Auftritte von bekannten Musikern miterleben und ein großes Feuerwerk bestaunen. In diesem Jahr feiert der Pützchens Markt Jubiläum. Seit 650 Jahren gibt es ihn nun schon.

Wo? Auf den Marktwiesen am Holzlarer Weg in Bonn-Pützchen

Wann? Die Bonner Großkirmes fällt in diesem Jahr aus. Fans des Volksfestes müssen sich bis 2022 gedulden. Stattdessen soll es stadtweit einzelne Buden geben. Weitere Informationen gibt es hier.

Wandern und Spaziergänge

Das Bonner Rheinufer entdecken

Die Bonner lieben ihr Rheinufer. Spaziergänger, Radfahrer, Jogger und Inline-Skater drehen ihre Runden. Sportlich Ambitionierte binden auch eine, zwei oder gleich drei Brücken in die Runde am Rhein mit ein. Die große Brückenrunde mit ihren 15 Kilometern eignet sich gut für eine Tageswanderung. Gestartet werden kann irgendwo am Rheinufer, beispielsweise an der Kennedybrücke in Beuel. Dann geht es am Rhein entlang Richtung Süden, über die Konrad-Adenauer-Brücke, durch die Rheinaue und auf der Bonner Seite vorbei an Posttower, ehemaligem Regierungsviertel, Altem Zoll und Römerbad bis zur Nordbrücke.

Die Rheinaue sollte nicht nur zur Rast für die Brückenrunde dienen, sondern verdient einen ganz eigenen Tagesausflug. Fast so groß wie die Bonner Innenstadt ist mit einer Fläche von 160 Hektar der Freizeitpark Rheinaue, der direkt am Rhein rund um den Auensee liegt. Ein Fußwegenetz von knapp 45 Kilometern erschließt den Park. Der Japanische Garten, der Rosengarten oder der etwa 15 Hektar große Auensee mit sechs Pontonbrücken der Rheinaue sind nicht nur beliebte Ausflugsziele, sondern auch beliebte Motive für Instagram-Nutzer.

Auf den Drachenfels wandern

Wer seine Studienstadt Bonn und das Rheinland von oben sehen möchte, sollte auf den Drachenfels wandern. Der "Eselsweg" und der "Kutschweg" führen zum Drachenfelsplateau, wo man die Ruine der Burg Drachenfels erklimmen kann. Wer keine Lust auf das Wandern hat, kann auch die Drachenfelsbahn von der Talstation Königswinter aus nehmen. Momentan ist der "Eselsweg" gesperrt, über den "Kutschweg" und die Bahn kommt man weiterhin auf den Drachenfels.

Wo? Wer mit dem Auto kommt, sollte auf dem Parkplatz "Drachenbrücke" parken und den ausgeschilderten Weg zur Talstation der Zahnradbahn nehmen. Von dort aus kommt man zu Fuß oder mit der Drachenfelsbahn auf den Berg. Wer die öffentlichen Verkehrsmittel nimmt, fährt mit der Bahn bis zur Station "Bahnhof Königswinter".

Weitere Informationen unter www.drachenfels.net

Schlösser und Burgen besuchen

Imposante Schlösser und Burgen oder ihre Ruinen versetzen uns in Bonn und der Region in alte, glanzvolle Zeiten. Auch wenn derzeit der Eintritt in manche Gebäude nicht möglich ist, lohnt sich doch ein Ausflug dorthin, um in den Gärten oder mit den weiten Aussichten die Seele baumeln zu lassen. Neben den Kurfürstlichen Schlössern in Bonn und der Godesburg legen auch auch das Schloss Drachenburg im Siebengebirge, die Kurfürstlichen Schlösser in Brühl oder die Burg Blankenberg Zeugnis von vergangenen Zeiten in Bonn und der Region ab.

 Der Aufstieg zum Drachenfels ist für Bonner ein Muss: Von hier aus gibt es die beste Sicht auf die Bundesstadt.
Der Aufstieg zum Drachenfels ist für Bonner ein Muss: Von hier aus gibt es die beste Sicht auf die Bundesstadt. Foto: Chris Harraß

Wandern im Bonner Stadtwald

Beinahe auf der Türschwelle vieler Bonner befindet sich die Waldau in Bonn-Ippendorf. Mit Erholungsmöglichkeiten und dem städtischen Wildgehege gibt es dort viel zu erkunden. Auf einer Fläche von sieben Hektar sind hier in drei getrennten Gattern Wildschweine, Rotwild und Damwild zu beobachten. Im März kommen die Frischlinge zur Welt, im Mai und Juni kann der Nachwuchs bei den Hirschen bestaunt werden und im Herbst lockt die Brunft der Rothirsche und der Damhirsche.

Bonn Stadtteile entdecken

Bonns innerstädtische Stadtteile liegen so nah beieinander, dass man sie vom Zentrum aus bequem zu Fuß erreichen kann. Und es lohnt sich, sie kennenzulernen - denn jeder Stadtteil hat sein ganz eigens Gesicht. Zentraler Treffpunkt der Altstadt ist der Frankenbadplatz, wo sich täglich zahlreiche Menschen tummeln und einen Café trinken oder ein kühles Getränk vom Kiosk genießen. Von hier aus lohnt sich ein Spaziergang durch die Hauptschlagadern der Altstadt Breite Straße und Heerstraße sowie durch die Nebenstraßen. Zahlreiche Inhaber-geführte Geschäfte gibt es hier zu entdecken. Die Weststadt verbindet die Alt- mit der Südstadt. Im Musikerviertel stehen imposante Altbauten, die dem Auge reichlich zu entdecken bieten. Die Bonner Südstadt ist die etwas schickere Alternative zur Altstadt. Ihre Hauptschlagader ist der Bonner Talweg, wo sich viele Inhaber-geführte Geschäfte und Cafés finden. Wer Poppelsdorf entdecken will, läuft am Besten die Sternburgstraße entlang und entdeckt die vielen Restaurants, Geschäfte und Cafés, die Vielfalt auf die Straße bringen.

So gestalten Bonner Studenten ihren Abend

Kneipen abklappern

Vor der Corona-Pandemie strömten Studenten und Bonns Nachtschwärmer in die Altstadt: Denn hier reiht sich Kneipe an Kneipe - von denen schon viele Kult geworden sind. Etwa „Die Wache": Normalerweise hat sie jeden Tag von 19 bis 5 Uhr morgens geöffnet. Für alle, die also noch oder schon am frühsten Morgen ein Bier haben wollen, führt der Weg zu der Kult-Kneipe. Unter der Woche können die Gäste beim Bingo, Pub-Quiz oder Kickerturnier ihren Feierabend genießen. Natürlich auch am frühen Abend. Die Kult-Kneipe „Nyx“ ist nicht weit von der Wache entfernt - wo am Wochenende immer wieder Partys zu unterschiedlichen Themen stattfanden. Auch das „Bla“ ist nicht weit - ebenfalls Kult und beliebt bei Rock-Fans. Das „Pawlow“ hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel in Bonn. Tagsüber ist es ein Café, abends eine beliebte Kneipe der Altstädter.

Während der Corona-Pandemie haben die Kneipen in Bonn lange schließen müssen. Bleibt der Inzidenzwert unter 100, dürfen sie aber inzwischen ihre Außengastronomie öffnen, wo Geimpfte, Genesene und Getestete Platz nehmen dürfen. Davon haben einige Kneipen Gebrauch gemacht und wieder geöffnet.

Nachts eine Pizza bei "Cala-Dor" essen

Wer mitten in der Nacht noch einmal Hunger bekommt, sollte mindestens einmal in einer der Filialen der Bonner Kult-Pizzeria "Cala-Dor" gegessen haben. Vor allem Feierwütige stillen hier ihren nächtlichen Appetit. Die Pizzerien haben täglich bis 2 Uhr morgens geöffnet. Je später es wird, desto skurriler werden die Gäste.

Wo?

Wesselstraße 4, 53113 Bonn

Sterntorbrücke 2, 53111 Bonn

Das empfehlen GA-Leser:

Außerdem empfehlen die Leser und User des General-Anzeigers folgende Aktionen:

  • ein Besuch auf dem Petersberg - besonders zum Sonnenuntergang
  • ein Eis im Eislabor essen
  • ein Besuch im Museum Koenig oder im Haus der Geschichte

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