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Schaurige Zombie-Party: Tausende Menschen feiern Halloween im Brückenforum

Schaurige Zombie-Party : Tausende Menschen feiern Halloween im Brückenforum

Viele Verkleidete haben am Donnerstagabend im Beueler Brückenforum Halloween gefeiert. Unser Autor hat sich die Kostüme mal genauer angeschaut, in die so mancher Besucher viel Arbeitszeit gesteckt hatte.

Rund 1200 Gäste feierten bei der fünften Ausgabe des „Zombihaus“ im Brückenforum. Schwarz und rot waren die bestimmenden Farben am Abend auf der Tanzfläche. Gesichtet wurden eine Teufelin mit roten Flügeln, grelle LED-Fratzen und viele untote Zombies mit schaurigen Wunden und Narben.

Für die Musik sorgte DJ Pierre von DJ Absolut. Der DJ legte zum ersten Mal im Brückenforum auf und spielte einen bunten Mix auf Elektro und Charts. Jessica (18), Katharina (19) und Weronika (19) waren auf der Tanzfläche nicht zu übersehen. Schon aus großer Entfernung leuchteten ihre grellen LED-Masken durch den dunklen Raum. „Wir haben uns an dem Film „The Purge“ orientiert, erzählte Weronika. Das Outfit mit der finstersten Fratze im Gesicht, rundeten die drei mit weißen blutbespritzten Kitteln ab.

Ein weiteres Highlight am Abend setzte wohl Coco Vollgass (29). Die Tavestiekünsterlin aus Siegburg stolzierte im schillernden schwarz-roten Look auf 19-Zentimeter-Absätzen durch den Raum. Mit Blume im Ausschnitt und einer riesigen Mähne aus Schaumstoffhaaren zog sie die Blicke auf sich. „Ich habe 850 Kostüme im Schrank und eigentlich wollte ich als Teufel gehen, aber die Perücke war zu schwer - deswegen habe ich mich für den Schaumstoff entschieden“, berichtete sie.

Ihrem Mann Christoph gefiel es jedenfalls sehr gut. Eine gute Stunde für das Outfit haben Aissa (29), Stefan (28) und Thomas (27) gebraucht. Die drei Männer gingen als untote Ärzte, angelehnt an die Serie „Scrubs – Die Anfänger“. In ihre Gesichter hatten sie sich tiefe Wunden gemalt. „Die Arztkittel hatten wir noch von Karneval und jetzt haben wir die Kostüme einfach mit Blut beschmiert“, erzählten sie. Sabrina (32) habe für ihr Kostüm deutlich länger gebraucht. Sie ging als Harley Quinn aus dem Film „Suicide Squad“. Über ihr Gesicht formte sich ein tiefblutiges, breites Grinsen. „Das nennt man „Glassgow Smile“, erklärte sie. Sie habe drei Stunden in der Maske gesessen. Begleitet wurde Quinn vom Joker mit grünen Haaren.

Bine (29) wollte eigentlich als angeschossene Zombiebraut gehen, aber die Zeit hätte nicht gereicht. „Das Kostüm ist mir nicht so geglückt“, erzählte sie. Sie trug im Haar einen Totenkopf mit Blumen. Die roten Kontaktlinsen teilte sie sich mit ihrer Freundin Pia (30). Pia hatte an ihrem Kostüm überall Spinnweben und ging als „Spinnenmama". Die beiden wagten für das Brückenforum auch gleich ein kleine Outfit-Analyse. „Das Wetter ist ja kalt, da ist die Kostümwahl nicht so einfach und in den Läden hängen meistens Kunstblut, Haarschmuck und farbige Kontaktlinsen aus“, erklärten sie. „Deswegen greifen die meisten Halloweengänger auf dieselben Hilfsmittel zurück“, vermuteten sie.