Temperaturen und Niederschlag Bonner Frühling knackt zwei Rekorde

Bonn · Hohe Temperaturen und viel Niederschlag: Der Bonner Frühling hat in diesem Jahr gleich zwei Rekorde geknackt. Wir zeigen, was ihn so besonders gemacht hat.

 Die Sonne scheint durch die Kirschblüten in der Rheinaue.

Die Sonne scheint durch die Kirschblüten in der Rheinaue.

Foto: dpa/Thomas Banneyer

Der Bonner Frühling 2024 (1. März bis 31. Mai) war mit 12,8 Grad um 2,9 Grad wärmer als im Mittel der vergangenen 130 Jahre und belegt damit in dieser Statistik zusammen mit dem Frühling 2011 den ersten Platz, wie der Wetterstatistiker Klaus Kosack berichtet.

Alle drei Frühlingsmonate waren überdurchschnittlich warm – der März wich um vier Grad vom Bonner Mittel ab, der April um 2,1 Grad und der Mai um 2,6 Grad. Trotz dieser hohen Durchschnitttemperaturen wurden in diesem Jahr sehr spät die letzten Frosttage (21./22. April) beobachtet, nachdem der gesamte März noch frostfrei war. Der erste warme Tag (mehr als 20 Grad) war am 20. März und der erste Sommertag (mehr als 25 Grad) am 13. April. Ferner wurde im Frühling der bislang wärmste Tag des Jahres (14. Mai) mit 28,2 Grad Celsius beobachtet. Aus den Wetterdaten geht zudem hervor, dass Frühlinge in Bonn seit 1895 im Schnitt 2,1 Grad wärmer geworden sind.

Der Frühling 2024 bescherte den Bonnern insgesamt zwei Frosttage, 25 warme Tage und acht Sommertage. Der Frühling 2023 war um 2,1 Grad kühler. Auf den ersten Tropentag (mehr als 30 Grad) müssen die Bonner weiter warten.

166 Liter mehr Regen als im Durchschnitt

Insgesamt regnete es 309 Liter pro Quadratmeter an 53 Tagen, das sind 166 Liter mehr als im 177-jährigen Mittel – ein neuer Bonner Frühlingsrekord seit 1848. Alle drei Monate waren viel zu nass. Längere Regenpausen gab es nicht. Zudem lieferte der Mai den bisherigen Tagesrekord des Jahres an Niederschlag mit 37,8 Litern pro Quadratmeter. Damit trug der Frühling 2024 dazu bei, die Niederschlagsdefizite der vergangenen Jahre auszugleichen. Die vielen Niederschläge im Süden brachten auch Hochwasser im Rhein: Am 20. Mai wurden 6,71 Meter gemessen.

In keinem der drei Frühlingsmonate schien die Sonne länger als 200 Stunden, am längsten im Mai mit 190 Stunden. Insgesamt schien sie 450 Stunden. Das sind 34 Stunden weniger als im langjährigen Mittel.