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Schwerpunkt zu 200 Jahre Uni Bonn: Themenwoche zu Nachhaltigkeit in der Bonner Unimensa

Schwerpunkt zu 200 Jahre Uni Bonn : Themenwoche zu Nachhaltigkeit in der Bonner Unimensa

Bis Donnerstag findet in der Poppelsdorfer Campusmensa eine „Messe für nachhaltige Produkte“ statt. Neben gesunder Ernährung geht es unter anderem Müllvermeidung.

Manche Bananen sind krummer als sie sein sollten, oder zu gerade, zu grün, zu weich – jedenfalls können sie in den Supermärkten nicht verkauft werden und landen im Müll. Die Initiative „Neue Werte“ bewahrt sie davor, indem sie diese noch vollkommen intakten Lebensmittel abgreift und daraus Bananenbrot fertigen lässt. Dieses kann man in zwei Variationen auch in den Bonner Mensen kaufen, und weil viele die Geschichte dahinter nicht kennen, hat die Initiative einen Stand auf der „Messe für nachhaltige Produkte“, die am Dienstag im Foyer der Campusmensa Poppelsdorf eröffnet wurde.

Die Messe findet im Rahmen der „Mensawoche der ausgewogenen Ernährung“ der Aktion „Healthy Campus Bonn“ des Bonner Studierendenwerks statt. Im Sinne des Themenschwerpunktes Nachhaltigkeit im zweiten Quartal der Uni-Jubiläumsfeier hat sich auch die Aktionswoche dieses Thema auf die Fahne geschrieben. Jeden Tag gibt es ein anderes ausgewogenes Menü mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen in den Mensen Poppelsdorf, Nassestraße und Venusberg Bistro, es gibt ein Ernährungsquiz und einen Infostand von Healthy Campus Bonn zusammen mit einem Bewegungsangebot vom Hochschulsport und der Ernährungsphysiologie im Rahmen der Messe.

Die geht bis Donnerstag und präsentiert die zum Teil langjährigen Partner und Lieferanten des Studierendenwerks. Dazu gehören neben Neue Werte auch Fairtrade Deutschland, fair gehandelter Kaffee von J.J. Darboven, Viva con Agua, die mit der Welthungerhilfe zusammenarbeiten, der Getränkehersteller Lemonaid sowie Abels Früchtewelt und Deutsche See. Außerdem stellen sich das Öko-Referat des Allgemeinen Studierendenausschusses und Foodsharing Bonn vor.

Die Bonner Mensen würden schon viel Gutes bieten, sagte Christoph Thiem vom Öko-Referat, etwa viele vegetarische und vegane Gerichte. „Aber da geht noch was.“ Er kritisierte die fehlende Mülltrennung. „Und die Mehrweg-Kaffeebecher werden wenig angenommen.“

Das soll sich ändern, kündigte Studierendenwerk-Geschäftsführer Jürgen Huber an. Nach und nach sollen in den Mensen die „LogiCups“ eingeführt werden, Pfandbecher statt Einmalbecher also. Er eröffnete die Messe zusammen mit Karin Holm-Müller, Professorin am Lehrstuhl Ressourcen- und Umweltökonomie und als Prorektorin der Uni „Schirmfrau“ des zweiten Quartals des Jubiläumsjahres. Sie lobte den Nachhaltigkeitsgedanken in den Bonner Mensen.