Hühner, Tauben, Kaninchen und Katzen Veterinäramt stellt in Bonn mehr als 30 vernachlässigte Tiere sicher

Bonn · Mehr als 30 Tiere - darunter Hühner, Tauben, Kaninchen und Katzen - hat das Veterinäramt in der vergangenen Woche in einem Schrebergarten in Bonn sichergestellt. Insbesondere die Kaninchen waren in einem schlechten Zustand.

Auch die Hühner und Hähne sind deutlich unterernährt.

Auch die Hühner und Hähne sind deutlich unterernährt.

Foto: Tierheim Bonn

Insgesamt 14 Hühner, vier Hähne, neun Tauben, vier Kaninchen und zwei Katzen hat das Veterinäramt in der vergangenen Woche in einem Bonner Schrebergarten sichergestellt. Die Tiere seien in einem überaus schlechten Zustand gewesen, teilte das Tierheim Albert Schweitzer Bonn am Dienstag in einem Post auf seiner Facebook-Seite mit.

Stadt erhielt Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern

Auf die Tiere aufmerksam geworden sei das Veterinäramt durch Hinweise von Bürgerinnen und Bürgern, erklärte die Stadt Bonn am Donnerstag. Wo genau und von wem sie gehalten worden waren, teilte die Stadt aus Datenschutzgründen nicht mit.

Den am Montag angekommenen Tieren gehe es den Umständen entsprechend, gab das Tierheim am Freitag an. Besonders erschreckend sei der Zustand der Kaninchen gewesen, schrieb das Tierheim auf seiner Facebook-Seite. Diese seien kahl, abgemagert und überdies stark verfilzt gewesen. Teilweise waren die Filzplatten am Hinterteil der absichtlich flauschig gezüchteten Tiere derart mit ihren Beinen verwachsen gewesen, dass diese sich kaum noch bewegen, geschweige denn selbst pflegen konnten. Die Kaninchen seien daher zunächst geschoren worden, erläuterte das Tierheim.

Auch die Vögel seien zu dünn. Eine Taube habe mutmaßlich einen Tumor; zusätzlich seien die Tiere mit Parasiten befallen. Alle Tiere erhalten nach Angaben des Tierheims jetzt die notwendige Pflege und medizinische Versorgung, um sich bestmöglich erholen zu können.

Tiere sollen demnächst neu vermittelt werden

Nach einer Quarantänezeit sowie dem Abschluss des Tierarztprogramms sollen die Kaninchen, die Katzen und die Tauben an neue, verantwortungsbewusste Halterinnen und Halter vermittelt werden. Die Hühner und Hähne sollen derweil in andere Einrichtungen übersiedeln, die auf Geflügelhaltung ausgelegt sind.

Es sei ermüdend und kräftezehrend, ein solches Leid sehen zu müssen, schrieb das Tierheim bei Facebook weiter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien immer wieder entsetzt über die schlimmen Zustände, in denen Tiere sich befänden.

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