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Waldjugendspiele auf dem Venusberg: Tierstimmen und Baumarten erkennen

Waldjugendspiele auf dem Venusberg : Tierstimmen und Baumarten erkennen

Das Haus der Natur richtete am Freitag Waldjugendspiele für die Viertklässler von neun Bonner Grundschulen aus.

Forstwirt Manfred Hörien hielt einen ausgestopften Vogel hoch und ließ die Kinder der Klasse 4b der Waldschule auf dem Venusberg eine Weile grübeln, was das für einer ist. Durch den Hinweis "Polizei des Waldes" kam Johannes (9) auf die Antwort: "Ein Eichelhäher!" Damit komplettierte er das gute Ergebnis der Klasse, die sich am Freitag an den "Waldjugendspielen" des Regionalforstamtes Bonn/Rhein-Sieg beteiligte und das vom Haus der Natur ausgerichtet wurde.

Alle Viertklässler von neun Bonner Grundschulen tummelten sich über den gestrigen Tag verteilt im Kottenforst an der Waldau. Für sie galt es, 16 Wissens-, Geschicklichkeits- und Gemeinschaftsaufgaben zu meistern. Neben Fichtenzapfen-Zielwerfen, Tierstimmen und Baumarten erkennen sowie das Alter von Kopfbuchen schätzen ging es auch um umwelterzieherische Fragen: Was stört Waldtiere, warum muss Wildbestand reguliert werden, was kann die Tiere krank machen und mehr.

An einer Station sollten möglichst viele Kinder auf den Stumpf einer Buche unterkommen - eine Gemeinschaftsarbeit, mit der sich die Klasse 4c der Hahnschule in Graurheindorf ein wenig schwer tat, weil alle Kinder gleichzeitig auf den Stumpf wollten. Aber sie hatten ihren Spaß dabei. An einer anderen Station sollten die Kinder Holzscheite von einem Gestell in ein anderes umschichten. Die 4b der Paulusschule war mit 2:57 Minuten gut dabei, obwohl sie es sich selber schwer machte: Statt die Scheite quer zwischen die Halterungen zu stapeln, brachten sie sie längs unter. Immerhin sah es nachher recht kunstvoll aus. Und wieder an einer anderen gab es ein Rätsel: Wenn man eine Uhr an einen jungen Baum hängt und 20 Jahre wartet, wo hängt sie dann? "Am selben Ort", erklärte Willi-Josef Wild vom Landesbetrieb Wald und Holz. "Der Baum wächst immer von den Knospen aus."

In mehreren Revieren wurde dieser Walderlebnistag ausgerichtet. Zuvor waren die beteiligten Lehrerinnen vorher mit Hören und Wild die Stationen abgegangen. Am Ende gab es für jede Klasse eine große Urkunde.