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10 Jahre Betriebskindergarten am UKB: Trotz Corona ging es einmal um die Welt

10 Jahre Betriebskindergarten am UKB : Trotz Corona ging es einmal um die Welt

Zehn Jahre gibt es die Kindertagesstätte der Bonner Uniklinik auf dem Venusberg. Dort gibt es einige Besonderheiten. Die Kinder feierten nun eine Jubiläumswoche.

Auch wenn die Urlaubspläne in diesem zweiten Pandemie-Sommer bei den meisten erneut zurückgeschraubt wurden, ließen sich die Kinder des Betriebskindergartens der Bonner Unikliniken ihre Reiselust nicht nehmen. Eine Woche lang unternahmen die 160 Mädchen und Jungen mit ihren Erziehern eine Reise um die Welt. Und das aus gutem Grund: Seit zehn Jahren gibt es die Tagesstätte auf dem Venusberg-Campus. Mit leichtem Gepäck, aber dennoch mit viel Neugier und jeder Menge Abenteuergeist ging es auf zu fernen Zielen.

Bevor Koffer und Rucksack jedoch gepackt werden konnten, gab es einiges zu tun: Plakate wurden gemalt sowie bunte Fahnen aus aller Herren Länder gebastelt und damit die Räume und Flure der Kindertagesstätte bunt dekoriert. Und wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen. Manch kleiner Weltenbummler berichtete den anderen von seinem Heimatland, andere von Orten, die sie bereits mit ihren Familien bereist hatten. So erfuhren alle Kinder viel über die verschiedenen Kontinente und beispielsweise darüber, welche Spiele dort am liebsten gespielt werden. Manchmal brachten sie auch Spezialitäten aus den Regionen mit, die dann alle gemeinsam probierten.

Vor der Haustür viel zu entdecken

Dass es jedoch auch gleich vor der Haustür viel zu entdecken gibt, das erfuhren die Mädchen und Jungen bei einer Schatzsuche im Wald, die der Elternbeirat anlässlich der „Geburtstagswoche“ organisiert hatte. Dabei mussten die Kinder mit ihren Familien Aufgaben erledigen sowie Fragen beantworten.

„Uns am UKB ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders wichtig. Deswegen sind wir stolz darauf, unseren Mitarbeitenden eine so große Kindertagesstätte mit mittlerweile 160 Plätzen und flexiblen Bring- und Abholzeiten anbieten zu können. Im Fokus stehen jedoch immer die Kinder, die jeden Tag schöne Aktionen mit ihren Erzieherinnen und Erziehern in einem optimalen Gebäude mit großem Außengelände und Spielgeräten erleben können“, sagt Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKB.

Gerade während der Pandemie waren viele Eltern auf die langen Öffnungszeiten der Kita angewiesen. Dieser Herausforderung stellte sich das Team der Einrichtung. Denn sobald Ärzte, Krankenschwestern oder Pfleger frühmorgens mit ihrer Arbeit beginnen, sind sie darauf angewiesen, dass ihre Kinder gut betreut werden. „Wir öffnen bereits um sechs Uhr morgens und sind abends bis 18 Uhr da“, erklärt Melanie Lehnhausen, Leiterin der Kindertagesstätte.

Lange Betreuungszeiten

Diese langen Öffnungszeiten waren besonders am Anfang der Pandemie wichtig. Im Vergleich zu anderen Kindertagesstätten wurden die Betreuungszeiten auf dem Campus Venusberg nicht gekürzt, um den UKB-Mitarbeitenden bei zum Teil unregelmäßigen Arbeitszeiten weiterhin ein hohes Maß an Flexibilität zu bieten. So wurde sichergestellt, dass es für die Beschäftigten immer eine Notbetreuung gab. Komplett geschlossen war die Einrichtung zudem nie. Schließlich arbeiten die Eltern der kleinen Besucher in systemrelevanten Berufen. Dafür entwickelten Klinik und Einrichtung einen strengen Hygieneplan. „Alles in allem haben wir die Zeit gut überstanden“, berichtet Lehnhausen.

So war es auch möglich, dass man gemeinsam das zehnjährige Bestehen in einem schönen Rahmen feiern konnte. „Dank dem Einsatz des pädagogischen Teams und dem tollen Engagement der Eltern konnte trotz der Pandemie ein tolles Fest für die Kinder organisiert werden“, zieht Melanie Lehnhausen Bilanz.