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Bauarbeiten in Bonn: Umgestaltung der Endenicher Allee in der Kritik

Bauarbeiten in Bonn : Umgestaltung der Endenicher Allee in der Kritik

Anwohnerin gegen den Wegfall von Parkplätzen zwischen Alfred-Bucherer-Straße und Hosenbrücke. Die CDU spricht sich gegen einen Antrag aus, den sie einst mitgetragen hatte.

Ablehnend steht Edda Biesterfeld den Umbauplänen auf der Endenicher Allee zwischen Alfred-Bucherer-Straße und Hosenbrücke gegenüber. Dort sollen nach der Umgestaltung zwar die Bürgersteige breiter werden, was die Anwohnerin durchaus begrüßt. Zugleich aber habe sie erst von Bauarbeitern erfahren, dass 16 von ursprünglich 33 geplanten Parkplätzen weichen sollen, um Grünflächen anzulegen.

„Die bei einer Bürgerversammlung vorgestellten Ursprungspläne sahen ganz anders aus als die jetzige“, sagte die Rentnerin. Ihr gehe es nicht nur um die fehlenden Parkplätze. Die langen Beete behinderten aus ihrer Sicht auch die Abholung des Mülls. „Ich weiß nicht, was man sich dabei gedacht hat.“

Dringlichkeitsantrag er CDU

Die CDU hat nun einen Dringlichkeitsantrag in die Bonner Bezirksvertretung (BV) für Dienstag eingebracht mit dem Ziel, zur Ursprungsvariante zurückzukehren, die viele Bürger von dreien als die geeignetste ansahen. Seinerzeit hatte die CDU in der BV einen Änderungsantrag von Rolf Beu (Grüne) zwar mitgetragen. Wie die CDU-Bezirksverordnete Nicole Bonnie dem GA sagte, habe ihre Fraktion Beus Antrag in der damaligen, „chaotisch verlaufenden Sitzung“ anders aufgefasst. „Wir haben ihn so verstanden, dass ein Teil der Straße begrünt werden soll, aber nicht, dass sämtliche Parkplätze auf dieser Seite wegfallen sollen. Andernfalls hätten wir sicher nicht mitgestimmt.“

„Wir haben diese Positionen nicht frei erfunden.“

Wie Beu erklärte, beruhte sein Änderungsantrag zur Ursprungsplanung auch auf Positionen von Anwohnern bei vorangegangenen Bürgerveranstaltungen. „Wir haben diese Positionen nicht frei erfunden.“ Das Bündnis werde dem CDU-Antrag am Dienstag sicher nicht folgen, so Beu.

Jürgen Graff, ebenfalls Anwohner, hält die vorliegende Planung für einen sinnvollen Kompromiss, auch wenn er Biesterfelds Bedenken bei der Müllabholung teilt. Bonnorange-Sprecher Jérôme Lefèvre teilte mit, dass der Abfallbetrieb die Müllabholung auch nach der Umgestaltung für möglich hält.