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Uni berät Studenten in der "Langen Nacht des Schreibens"

Lange Nacht des Schreibens : Uni Bonn berät Studenten beim Rüstzeug für Hausarbeiten

In der „Langen Nacht des Schreibens“ berät die Uni Studenten auch zur richtigen Literaturrecherche. Auch körperliche Bewegung zwischendurch kann die Konzentration verbessern.

Egal ob an der Schule oder an der Universität, jeder kennt die Probleme: Die Aufgabe lautet, einen längeren Text zu verfassen, zum Beispiel einen Aufsatz oder eine Hausarbeit, meistens verbunden mit einem festen Abgabetermin. Doch man schiebt diese Aufgabe immer weiter vor sich her oder man bekommt plötzlich im Schreibprozess eine Schreibblockade.

Für Studenten mit solchen Problemen veranstaltete die Uni Bonn am Donnerstagabend zum fünften Mal die „Lange Nacht des Schreibens“. Von 18 bis 24 Uhr gab es Beratungsangebote, Kurzvorträge und Entspannungsübungen in der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB). Das Event fand im Rahmen der bundesweiten „Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ statt.

„Pausenexpress“ beschreibt nützliches Bewegungsprogramm

Eine große Rolle bei der „Langen Nacht des Schreibens“ spielte das Team von „Healthy Campus Bonn“ der Uni. Beim sogenannten „Pausenexpress“, einem Bewegungsprogramm aus Mobilisations-, Kraft- und Gleichgewichtsübungen konnten sich die Studenten vom Schreibprozess erholen. „Dadurch sollen sie den Kopf freikriegen und auf andere Gedanken kommen“, erklärt Nora-Kristin Lorenz, wissenschaftliche Hilfskraft von „Healthy Campus“. Durch die Übungen könne man sich gut vom langen Sitzen erholen. „Viele Studierende sagen uns, dass sie sich danach wieder besser konzentrieren können“, so Lorenz.

(Dieses Video entstand in einer Kooperation aus GA und WDR.)

Doch nicht immer kann das Team vor Ort sein. An einem normalen Tag in der Bibliothek oder in der eigenen Wohnung müssen die Studierenden ihre Pause selbst sinnvoll nutzen. Deswegen sind die Übungen des Teams von „Healthy Campus“ so ausgelegt, dass sie auch allein durchgeführt werden können: „Alle Übungen, die wir hier machen, kann man genauso zu Hause durchführen. Man braucht dafür auch keine speziellen Geräte“, sagt Lorenz. Zu diesen Übungen zählten unter anderem klassische Kniebeugen, Liegestütze am Tisch oder einfaches Auf-einem-Bein-Stehen. Generell empfiehlt Lorenz, die Pausen für Bewegung zu nutzen: „Sonst bewegt man sich an einem normalen Arbeitstag einfach zu wenig.“

Infos zu Word und Literaturrecherchen

Doch die sinnvolle Pausennutzung war nicht das einzige Thema bei der „Langen Nacht des Schreibens“. In Kurzvorträgen im Lerncafé konnten sich die Studierenden Tipps zu Word oder Informationen über Literaturrecherche abholen. Für individuelle Probleme stand die Schreibberatung des Schreiblabors der Uni zur Verfügung. „Herausforderungen gehören beim Schreibprozess einfach dazu“, erklärt Schreibberater Andreas Bissels. „Das ist kein persönliches Defizit.“ In der Beratung werde dann gemeinsam nach Lösungswegen gesucht. „Das Ziel ist, dass die Studierenden am Ende des Gesprächs eine handfeste Entscheidung treffen können“, so Bissels weiter.

Mit den Angeboten will die Uni ein Gesamtpaket rund um den Schreibprozess anbieten. „Wir von der ULB konzentrieren uns dabei auf die Literaturrecherche und das Zitieren, das Schreiblabor auf das kreative Schreiben“, sagt David Fußhöller von der Stabstelle PR und Marketing der ULB. Ein Vorteil des Events sei, dass die Teilnehmer unter ihresgleichen seien. „Die Gruppendynamik spielt eine große Rolle, anders als allein zu Hause motiviert man sich hier zum Schreiben gegenseitig.“