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Über 400 Studierende betroffen: Uni Bonn räumt dritten Stock des Hauptgebäudes

Über 400 Studierende betroffen : Uni Bonn räumt dritten Stock des Hauptgebäudes

Brandschutzmängel zwingen die Uni Bonn, die dritte Etage des Hauptgebäudes zu räumen. Der Forschungs- und Lehrbetrieb wird dort zum 2. Januar eingestellt.

Diese Nachricht dürfte den Betrieb bei den Geisteswissenschaftlern der Universität gleich zu Beginn des neuen Jahres und für den Rest des noch laufenden Wintersemesters ordentlich durcheinanderwirbeln: Aus Gründen des Brandschutzes muss die dritte Etage des Hauptgebäudes geräumt werden. Deshalb wird dort der Forschungs- und Lehrbetrieb bereits zum 2. Januar eingestellt.

Wie die Universität am Freitag mitteilte, war diese Maßnahme zwar ohnehin geplant – jedoch erst für das Sommersemester. Nun aber muss offenbar alles ganz schnell gehen. Das bedeutet auch: Viele Ausweichquartiere stehen erst im Sommer zur Verfügung. Also ist eine Vielzahl von Maßnahmen geplant, um den Raumbedarf zu decken. Wie viel Improvisationstalent im alten kurfürstlichen Schloss derzeit gefragt ist, zeigt beispielhaft ein Detail: Auch Rektor Michael Hoch muss mit den Studenten zusammenrücken und stellt sein Dienstzimmer im Hauptgebäude für Lehrveranstaltungen zur Verfügung.

Angeordnet hat den Umzug der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW als bauaufsichtliche Behörde, der mit Blick auf den Brandschutz zu einer Neubewertung gekommen war. Betroffen von der Sperrung sind fast 100 Räume, 150 Beschäftigte und über 400 Studierende der geisteswissenschaftlichen Fakultäten der Universität Bonn, die nun in Ausweichquartieren untergebracht werden müssen. Kanzler Holger Gottschalk hat die Dekane der betroffenen Katholisch- und Evangelisch-Theologischen Fakultäten sowie der Philosophischen Fakultät über die Entscheidung informiert und mit ihnen Lösungsmöglichkeiten für die resultierenden Engpässe erörtert. Unter anderem sollen Räume in der Römerstraße 164 hergerichtet werden, die dort seit dem kürzlich erfolgten Auszug der Informatik leer stehen. Darüber hinaus sucht die Universitätsverwaltung weitere Ausweichquartiere.