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Nach Bombardement im Zweiten Weltkrieg: Uni Bonn steht 1951 wieder

Nach Bombardement im Zweiten Weltkrieg : Uni Bonn steht 1951 wieder

Das Uni-Hauptgebäude wird knapp sieben Jahren nach seiner völligen Zerstörung 1951 wieder eingeweiht. Statt 10.000 kann die Uni nur 2500 Stundenten aufnehmen. Manche Seminare finden bei den Professoren zu Hause statt.

Die Uhr am Eingang bleibt um 11 Uhr stehen. Bomben hageln an diesem furchtbaren Oktobertag 1944 unaufhörlich auf die Bonner Universität. Minuten später liegt das Hauptgebäude in Schutt und Asche. Es dauert fast sieben Jahre, bis die Alma Mater am 30. Juni 1951 wieder aufgebaut und eingeweiht wird.

Bis auf den völlig zerstörten Flügel am Kaiserplatz sowie dem Galerie-Trakt zum Koblenzer Tor stehen den Bonner Studenten wieder 76 Arbeitsräume und acht Hörsäle zur Verfügung. Gesamtkosten des Wiederaufbaus bis dahin: rund 50 Millionen Mark. Von den rund 50 Ge­bäu­den war nicht ei­nes un­be­schä­digt ge­blie­ben.

Hinter der Uni liegt ein schwerer Weg. Obwohl sie bereits sechs Monate nach Kriegsende notdürftig wiedereröffnet wird, kann sie nur rund 2500 Studenten statt der 10.000, die sich beworben haben, aufnehmen. Es fehlt an Räumen und an Professoren.

Die meisten Vor­le­sun­gen und Se­mi­na­re müssen in Not­un­ter­künf­ten, et­wa in den Pri­vat­woh­nun­gen der Pro­fes­so­ren statt­fin­den.Große Probleme bereitet auch die von der Militärregierung geforderte Entnazifizierung des Lehrkörpers. hbl