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Uni-Projekt: Bonner Studenten engagieren sich für die Aids-Stiftung

Uni-Projekt : Bonner Studenten engagieren sich für die Aids-Stiftung

Die Bonner Mara Justen und André Dembour studieren Modemanagement: Die Hochschule hat ihnen in einem Projekt die Möglichkeit gegeben, sich für die Deutsche Aids-Stiftung zu engagieren. Nun wollen sie weitermachen.

Die beiden Bonner Mara Justen und André Dembour klären über das Humane Immundefizienz-Virus auf, besser bekannt als HI-Virus (HIV). Es gilt als Auslöser der Aids-Erkrankung. Justen und Dembour studieren eigentlich Modemanagement an der Hochschule Macromedia in Köln. Dort gab es nun die Möglichkeit, sich in einem Projekt mit einer Initiative zu einem sozialen Thema zu befassen. Daraufhin haben die beiden 22-Jährigen beschlossen, sich für die Deutsche Aids-Stiftung zu engagieren.

Justen und Dembour wohnen in der Südstadt beziehungsweise in Buschdorf. 2018 haben sie ihr Studium begonnen. Das Thema Aids liege beiden auch deshalb am Herzen, weil sie Menschen kennen, die daran verstorben sind. Zudem sei es eine „auch heute noch relevante Krankheit, die man nicht vergessen sollte“, findet Justen. Das Thema habe aber in den vergangenen Jahren an Relevanz verloren und sei besonders bei der jüngeren Generation „nicht ausreichend präsent“.

Thema „Aids“ verliert an Aufmerksamkeit

In der Tat hat das Thema „Aids“ in den vergangenen Jahren zunehmend an Aufmerksamkeit verloren. Und auch während der Corona-Pandemie werden andere Krankheiten seltener thematisiert. Dabei gibt es in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts und der Deutschen Aidshilfe jährlich etwa 2500 Neuinfektionen mit HIV. Zudem leben etwa 90 000 Menschen in Deutschland mit der Krankheit. Weltweit sind es sogar etwa 38 Millionen Menschen. Seit Beginn der Aids-Epidemie sind etwa 32,7 Millionen Menschen an den Folgen verstorben.

Da Aufklärung in der Thematik wichtig sei, wollen sich die beiden Studenten diesbezüglich engagieren und die Deutsche Aids-Stiftung auch finanziell unterstützen. So könne man auch die Zahlen der Neuinfektionen verringern, hoffen beide. Daher haben sie im November mit dem Sammeln von Spenden begonnen. Dafür haben sie im Geschäft von Justens Mutter, „Papier und Buch in der Südstadt“ im Bonner Talweg, eine Spendendose aufgestellt. Und auch in den Geschäften „Ufukhan Textil“, „Wintergarten Floristik“ und „Olaf & Olaf Delikatessen“ haben sie Dosen aufstellen dürfen.

Am Welt-Aids-Tag, der jährlich am 1. Dezember stattfindet, haben die beiden Studenten zudem einen Info-Stand vor dem Geschäft von Justens Mutter organisiert. Trotz Regens hätten sie und Dembour es bemerkenswert gefunden, „wie viele Leute trotz der Umstände stehen geblieben sind und gespendet haben“, berichtet Dembour.

Spenden für die Aids-Stiftung

Gemeinsam mit den zusätzlich gesammelten Online-Spenden seien so etwa 300 Euro zusammengekommen, die Justen bereits der Deutschen AIDS-Stiftung übergeben hat. „Wir sind der Meinung, dass – egal wie viel es ist – das Geld etwas Gutes bewirken kann. Als sich dann herausstellte, dass wir es innerhalb von zwei Monaten geschafft haben, 300 Euro zu sammeln, war es ein tolles Gefühl“, sagt Justen. Und auch Dembour hat das Projekt „sehr viel Spaß gemacht. Gerade weil man einen Erfolg gesehen und gemerkt hat, dass man etwas Gutes tut.“

Das Engagement sei durch die Fertigstellung des Uniprojekts aber nicht zu Ende. „Da aus einem Uniprojekt ein starkes, persönliches Interesse geworden ist, haben wir uns vorgenommen, auch weiterhin mit der Aids-Stiftung zusammenzuarbeiten und diese zu unterstützen“, sagt Dembour. Justen hat daher bei der Übergabe der Einnahmen weitere leere Spendendosen der Deutschen AIDS-Stiftung eingepackt.