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Poppelsdorfer Straßenfest: Veranstalter reduzierte Lautstärke

Poppelsdorfer Straßenfest : Veranstalter reduzierte Lautstärke

Was wäre das Straßenfest in Poppelsdorf ohne die "Sunny Skies"? Doch die Band des Gitarristen Rope Schmitz war am Samstagabend erst zu laut und dann kaum noch zu hören, was für gehörigen Unmut sorgte.

Aber der Reihe nach: Als die bekannte Bonner Cover-Band um 21 Uhr zu spielen begann, war der Sound wie immer druckvoll und rockig. Aber zu laut, wie eine halbe Stunde später die Veranstalter nach Messungen befanden. "Es gab keine Lärmbeschwerde als solches, aber wir als Veranstalter haben darauf achten müssen, dass die rechtliche Vorgabe eingehalten wird", begründete Peter Weingarten, Vorsitzender des Ortsbunds Poppelsdorf.

Diese Vorgabe habe bei genehmigten 80 Dezibel bis 24 Uhr gelegen. "Und dann haben wir darum gebeten, die Lautstärke einzuhalten, bevor es zu Beschwerden kommt", so Weingarten weiter. Schließlich wolle man nicht die Genehmigung der Veranstaltung im nächsten Jahr riskieren. "Insofern war das eine vorbeugende Aktion."

Dass in diesem Fall kein "Lärm-Motzki" im Spiel war, der gegen die Lautstärke vorging, bestätigte die Stadt am Montag. "Es gab keine Beschwerde, lediglich einen Anruf mit der Frage, ob die Veranstaltung genehmigt sei", sagte ein Sprecher des Presseamtes. Dieses habe man bejaht. "Ansonsten waren wir nicht involviert." Es habe keinen Kontakt mit dem Ordnungsamt gegeben.

Das Herunterregeln der Lautstärke führte zu einer kuriosen Situation: "In einer Pause, als wir nicht spielten, stellte unser Mann am Mischer fest, dass die Lautstärke des Publikums bei 83 Dezibel lag", erzählte Rope Schmitz dem GA - damit also lauter war als die Band selbst. Dass die "Sunny Skies" erst um 21 Uhr auftraten, obwohl sie schon eine Stunde früher angekündigt waren, begründete er damit, dass man bis 24 Uhr spielen wollte. Und mehr als drei Stunden seien nicht drin.

Und es gab eine weitere Kuriosität: Die Band merkte nämlich zuerst gar nicht, dass ihr quasi der Stecker gezogen worden war. "Auf der Bühne hatten wir über unsere Monitore einen guten Sound und gingen davon aus, dass es auch für die Leute vor der Bühne so sei", meinte Schmitz. Dass aber nur diejenigen, die direkt neben der Bühne oder dahinter standen, die Band richtig hören konnten, habe man erst später gemerkt.

Und noch etwas lässt aufhorchen, ob es stimmt oder nicht: Ein Gastronom habe ihm erzählt, dass zwei bis drei Anlieger im Vorfeld angekündigt hätten, sich bei überlauter Musik beschweren zu wollen, berichtete der Bandleader.