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Verwaltung will Vorschläge prüfen: Verein schlägt Standorte für Taubenhaus in Bonn vor

Verwaltung will Vorschläge prüfen : Verein schlägt Standorte für Taubenhaus in Bonn vor

Der Verein „Tierschutz Bonn und Umgebung“ hat Standort-Vorschläge zur Aufstellung eines Taubenhauses gemacht. Die Verwaltung will Standorte in der Bonner Innenstadt nun prüfen.

Das Thema Taubenhaus wird die Bonner Kommunalpolitik demnächst weiter beschäftigen. Die Stadtverwaltung hatte zuletzt dargelegt, dass die Suche nach einem geeigneten Innenstadt-Standort für einen Taubenschlag bislang keinen Erfolg hatte, weil die Eigentümer möglicher Gebäude an einer Beherbergung der Anlage kein Interesse gezeigt hätten. Mit der Einrichtung eines Taubenhauses soll die Population der Tiere eingedämmt werden. Dies gelingt, indem man die Tauben in den Behausungen brüten lässt und ihre Eier zur Täuschung gegen Gips­eier austauscht, welche die Vögel in irriger Annahme dann weiterbrüten. In Bad Godesberg wird das an den Kammerspielen seit Jahren praktiziert.

Michael Faber, Oberbürgermeisterkandidat der Linken, erinnerte jetzt daran, dass die Verwaltung auch den Auftrag vom Rat hatte, mit Tierschutzinitiativen Kontakt aufzunehmen und gemeinsam über eine Realisierung und Betreuung zu sprechen. Inzwischen hat der Verein „Tierschutz Bonn und Umgebung“ eine Stellungnahme abgegeben, die dem Hauptausschuss für seine Sitzung an diesem Donnerstag vorliegt.

In dem Bericht bringt der Verein einen mobilen Taubenwagen mit den Maßen eines Bauwagens ins Spiel, der am Windeckbunker platziert werden könnte. Zum einen befänden sich die Tauben dort abseits vom Stadtgeschehen, zum anderen gibt es keine Gastronomie, die durch die Tiere gestört werden könnte. Wie allerdings kürzlich berichtet, würde die Stadtverwaltung den Windeckbunker gern in private Hände übergeben. Und dass die Vermittlung eines Taubenhauses gegenüber Privateigentümern schwierig ist, stellen auch die Tierschützer in ihrem Papier fest. Der Verein hat gleichwohl mehrere Eisen im Feuer: Ein Neubau des Stadthauses käme seiner Ansicht nach ebenso in Betracht wie die Dächer von Karstadt, Kaufhof, der Bereich des Viktoriakarrees oder die Wiese neben der Unterführung zwischen Kaiserplatz und Poppelsdorfer Allee. Die Verwaltung hält das Konzept nach eigenen Angaben für prüfenswert.