Viele Vorteile

Immer wieder kommt es vor, dass sich Lastwagen in den Innenstädten verfranzen. Das liegt häufig daran, dass ihr Navigationsgerät für Pkw zugeschnitten ist und entsprechend nicht vor niedrigen Brückendurchfahrten oder gesperrten Straßen für Schwerlastverkehr warnt.

Mit den richtigen aktuellen Karteninformationen an Bord wäre jüngst der 20 000-Euro- Schaden am Bonner Busbahnhof vermeidbar gewesen. Dort war ein ortsfremder Lkw-Fahrer gegen ein Haltestellendach gefahren. Auch zum Chaos in Endenich vor ein paar Monaten wäre es wohl nicht gekommen, hätte die Navi-Software die Baustelle auf der Frongasse gekannt und den Fahrer bei deren Umfahrung gelenkt.

Das ist aber nur ein Vorteil, der die Zusammenarbeit von Kommunen und Handelskammern entlang der Rhein- und Ruhr-Schiene so sinnvoll und wichtig macht. Mit der Auflistung von Vorzugsrouten und ihre Integration in die Navis kommen Laster nicht nur schneller und komfortabler durch Bonn an ihr Ziel. Die weiteren Vorteile: Lkw verstopfen weniger die Wohnstraßen und machen dort auch keinen Lärm. So sollte man Brummis dort nur noch dann antreffen, wenn der Fahrer tatsächlich etwas an eine bestimmte Adresse anliefern muss oder vielleicht ein Umzug stattfindet.

So profitieren also alle: Die Speditionen, Fahrer, Wirtschaft und vor allen Dingen die Bonner. Bleibt zu hoffen, dass sich die meisten Lastwagenfahrer am Ende auch auf ihre Navis verlassen und nicht doch auf Schleichwege durch die City kurven.