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Bonner Dienstleistungszentrum: Vorübergehende Engpässe in der Kfz-Zulassungsstelle

Bonner Dienstleistungszentrum : Vorübergehende Engpässe in der Kfz-Zulassungsstelle

Hoher Krankenstand führt zu längeren Wartezeiten. Stadt weitet digitale Angebote für Bürgerinnen und Bürger aus: Neuzulassungen ebenso möglich wie An- und Ummeldungen.

Derzeit gibt es in der Kfz-Zulassungsstelle des Bonner Dienstleistungszentrums Engpässe bei den Terminen. Wie die Stadt mitteilte, gebe es einen hohen Krankenstand unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, ein Angestellter befinde sich in Quarantäne. „Wir sind aber zuversichtlich, dass sich dies in der kommenden Woche wieder entspannen wird“, sagte Vizestadtsprecher Marc Hoffmann. Aktuell könne es aus diesem Grund am Händlerschalter zu etwas längeren Vorlaufzeiten.

Gegenüber dem GA äußerten Bonner Autohändler Verständnis für etwas längere Wartezeiten. Hans-Wilhelm Günther vom gleichnamigen Autohaus sagte: „Manchmal gibt es Wartezeiten, aber ich stoße in der Regel auf sehr freundliche Mitarbeiter.“ Wolf Ohlmeier vom Autohaus Greuel findet mit Blick auf den pandemischen Ausnahmezustand „ist der Service der Stadt vollkommen in Ordnung“. Manche Kunden würden etwas unwirsch, wenn die Neuzulassung eine Woche länger dauere als üblich, so Michael Heidger vom Autohaus Dresen, „wir sagen das beim Verkaufsgespräch schon dazu“. Er ergänzt: „Jeder kann nicht mehr als arbeiten.“

Stadt weitet Online-Angebot aus

Die Stadt stellt fest, dass Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit der digitalen Anmeldung von Fahrzeugen, gerade die Neuzulassungen, vermehrt nutzen. Hoffmann: „Die Fallzahl ist um circa 50 Prozent angestiegen.“ Die Stadt hat in dieser Woche angekündigt, dass ab sofort eine ganze Reihe neuer Dienstleistungen auf digitalem Weg verfügbar seien. Neben der Neuzulassung sind Anträge von Wiederzulassung sowie von Umschreibung mit oder ohne Kennzeichenwechsel eines Kraftfahrzeugs auf digitalem Weg möglich. Gleiches gilt für die Außerbetriebsetzung und die Adressänderung des Halters.

Die Verwaltung baue ihren Onlineservice stetig aus, derzeit biete sie 150 Online-Servicedienstleistungen an. Besonders viel genutzt würde die Abmeldung oder Ummeldung nach dem Meldegesetz, die Hausauskunft oder eine Karteikartenabschrift des Führerscheins.

Was die Terminbuchung für das Bürgeramt und die Führerscheinstelle betrifft, zeigen sich sowohl die Stadt als auch Personalrat Christian Dröttboom zufrieden. „Nachdem wieder Mitarbeiter eingestellt worden sind, läuft es eigentlich so, wie wir uns das vorstellen“, sagte Dröttboom. Wie berichtet gab es nach einer Umstrukturierung, die eine Zentralisierung der Dienstleistungen im Stadthaus zur Folge hatte, eine Zeit lang großen Unmut über lange Wartezeiten.

Termine bei den Bürgerdiensten sind derzeit über das Online-Portal der Stadt mit wenigen Tagen Vorlauf zu bekommen. Morgens besteht die Möglichkeit, abgesagte Termine für den Tag neu zu buchen. Nach dem Lockdown ziehe das Dienstleistungsgeschäft nun wieder an, sagte Hoffmann: „Die Anzahl der Fahrzeugzulassungen ist bereits seit geraumer Zeit hier in Bonn ansteigend, unabhängig von Corona. Es ist aber auch erkennbar, dass die Terminnachfrage für alle Anliegen ganz aktuell ansteigt, was sicherlich auf die sinkenden Inzidenzzahlen zurückzuführen ist.“ Derzeit müssen Bürger vorab einen Termin bei der Verwaltung vereinbaren und entweder ein negatives Testergebnis vorweisen können oder den Nachweis einer vollständigen Impfung oder der Genesung vorlegen.

Seit dem 1. März hat die Stadt wieder die Außendienststellen in den Rathäusern in Betrieb genommen. Vizestadtsprecher Hoffmann kündigte an, „dass die Verwaltung ab Mitte Juni das Leistungsangebot in den Außenstellen erweitern möchte“. Konkrete Informationen dazu werde die Stadt im Laufe der kommenden Woche liefern.