Landesweiter Warntag Warum in NRW heute um 11 Uhr die Sirenen heulten

Bonn · In NRW gab es an diesem Donnerstag wieder einen landesweiten Probealarm. Um 11 Uhr heulten die Sirenen im Land und Millionen Handys schrillten. Welche Alarmsysteme getestet wurden und was im Ernstfall zu tun wäre.

In Bonn heulten am Donnerstag die Sirenen.

In Bonn heulten am Donnerstag die Sirenen.

Foto: Benjamin Westhoff

An diesem Donnerstag gab es in ganz Nordrhein-Westfalen wieder einen landesweiten Probealarm. Um 11 Uhr sollten die 6150 Sirenen im Land heulen, zudem sollten Millionen Handys schrillen. Auch in Bonn heulten die Sirenen. Wie die Stadt Bonn mitteilt, dient der Probealarm dazu, regelmäßig die 57 in Bonn installierten Warnsirenen sowie die Wirksamkeit von Warn-Apps und dem Cell-Broadcast-System zu überprüfen. Zudem soll der Stadt Bonn zufolge die Bevölkerung an die Bedeutung der Signale erinnert werden. Zuletzt hatten im September 2023 die Sirenen geheult – damals in ganz Deutschland.

Diesmal fand der Warntag nur in einzelnen Bundesländern statt, unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Bayern. Die Stadt Bonn beteiligte sich mit den stadtweiten Sirenen, welche zunächst einen 60-sekündigen Heulton von sich gaben, der durchgehend zu hören war. Dieser steht im Ernstfall allerdings nicht für „Gefahr“, sondern für die Nachricht „Entwarnung“. Erst im Anschluss war ein 60-sekündiger, auf- und abschwellender Warnton zu hören, der für „Warnung“ steht und im Notfall auf eine akute Gefahr hinweist. Anschließend war noch einmal der Ton für „Entwarnung“ zu hören. Zwischen den einzelnen Signalen gab es jeweils eine Pause von fünf Minuten.

Warnung auch über Mobiltelefone

Auch über Smartphones wurden wieder Warnungen verschickt – über die deutschlandweite Warn-App „Nina“. Auch per SMS wird zudem eine Warnmeldung versendet, die mithilfe des Cell-Broadcast-Systemes zentral durch das NRW-Innenministerium gesteuert wird. Damit können im Ernstfall nicht nur die Warnung übermittelt, sondern auch der Gefahrenort und die spezifische Gefahr kommuniziert werden. Die Stadt Bonn warnt allerdings davor, dass nicht alle Mobiltelefone Cell-Broadcast-Nachrichten empfangen können. Besonders bei älteren Geräten bestehe diese Gefahr. Auch auf der Website der Stadt Bonn sollte am 14. März um 11 Uhr eine Pop-Up-Warnung auftauchen und im Programm von Radio Bonn/Rhein-Sieg eine Probedurchsage zu hören sein.

Was im Ernstfall zu tun ist

Der Stadt Bonn zufolge ist im Ernstfall bei dem Ertönen das Warntones, welcher „Warnung“ bedeutet, ein geschlossener Raum aufzusuchen. Auch Fenster und Türen seien sicherheitshalber geschlossen zu halten. Mithilfe von Lautsprecherdurchsagen und Durchsagen im Radio werden im Ernstfall weitere Informationen kommuniziert werden.

In Bonn werden die verschiedenen Warnmethoden alle halbe Jahre getestet. Der deutschlandweite Warntag hingegen findet nur einmal pro Jahr statt und wird erst in einem halben Jahr wieder durchgeführt.

(ga)
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