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Bonner Dienstleistungszentrum: Warteraum im Stadthaus bekommt doppelt so viele Sitzplätze

Bonner Dienstleistungszentrum : Warteraum im Stadthaus bekommt doppelt so viele Sitzplätze

Der Warteraum im Dienstleistungszentrum des Bonner Stadthauses ist teilweise wieder geöffnet. Dort gibt es künftig doppelt so viele Sitzplätze. Allerdings sind Infotheke, Boden und Decke noch nicht fertig.

Der neue Wartebereich des Dienstleistungszentrums im Stadthaus kann wieder in Teilen genutzt werden. Fertiggestellt sei er aber noch nicht, erklärte Markus Schmitz aus dem Presseamt auf Nachfrage: „Unter anderem fehlt noch die neue Infotheke. Auch am Bodenbelag und an der Decke wird noch gearbeitet.“ Die Verwaltung weitet den Raum von derzeit 50 auf 110 Sitzplätze aus. Denn besonders morgens müssen die Bürger im Stehen warten, weil der Andrang so groß ist.

Der mit einer Vergrößerung der Fläche von 1617 auf weitere 201 Quadratmeter einhergehende Umbau hatte im April begonnen.  Der neue, doppelt so große Wartebereich trennt über eine mobile Glastrennwand Empfang und Arbeitsplätze voneinander. So wird der Warteraum auch außerhalb der Öffnungszeiten zugänglich sein. Ursprünglich sah der Zeitplan vor, dass die durchaus mit Lärm verbundenen Arbeiten bereits nach der Sommerpause vergangenen Jahres beendet sein sollten. Die zeitliche Abfolge war nicht einzuhalten, weil, so die Verwaltung im April 2019, für die Ausschreibung eines Gewerks keine Angebote eingegangen seien. Bei einem weiteren lag das eingegangene Preisangebot 40 Prozent über den Vorstellungen der Stadt. Beide Leistungen schrieb die Verwaltung ein weiteres Mal aus, was Zeit kostete. Am Freitag erklärte das Presseamt zu den Gesamtkosten für den Umbau werde sich die Verwaltung äußern, wenn alle Handwerkerrechnungen vorlägen. Wie lange die Bauarbeiten noch dauern war am Freitag nicht zu erfahren.

Mitte Februar hatten Oberbürgermeister Ashok Sridharan und Stadtdirektor Wolfgang Fuchs nach erneuten Beschwerden über lange Wartezeiten Sofortmaßnahmen zur Linderung angekündigt. Seit dem 2. März bis zum 6. April, also bis zu den Osterferien, bietet das Dienstleistungszentrum dienstags und mittwochs Termine bis 16 Uhr stattwie bisher bis 13 Uhr an. Montags und donnerstags ist weiterhin bis 18 Uhr geöffnet. Ab Ostern soll das Bürgeramt in Bad Godesberg zusätzlich dienstags und mittwochs vormittags öffnen, in Beuel und auf dem Hardtberg zusätzlich donnerstags von 8 bis 18 Uhr.

Die Ursache für lange Vorlaufzeiten nach dem Jahreswechsel hatte die Stadt damit begründet, dass sie 3500 Bürger im Januar daran erinnert habe, ihre Ausweise zu verlängern.