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Evangelische Kreuzkirche: Woher kommt das Wasser?: Wasserschaden im Kirchenpavillon

Evangelische Kreuzkirche: Woher kommt das Wasser? : Wasserschaden im Kirchenpavillon

Die Freude über den großen Besucherandrang im Anfang Dezember neu eröffneten Kirchenpavillon auf dem Vorplatz der evangelischen Kreuzkirche ist zurzeit getrübt. Im Untergeschoss des Pavillons bereitet ein Wasserschaden in nicht unerheblichem Ausmaß der Leiterin des Kirchen-Pavillons, Martina Bauer-Schäfer, sehr große Sorgen.

Denn niemand weiß bis jetzt, woher das Wasser kommt.

Vor allem an den Wänden zu den Sanitäranlagen ist der Schaden deutlich sichtbar. Dort flockt bereits der weiße Putz an der Wand aus. Auch im Aufzugschacht sieht man feuchte Stellen. "Wir können uns überhaupt nicht erklären, von welcher Stelle aus das Wasser ins Haus eindringt", sagte Bauer-Schäfer.

"Sehr ärgerlich" findet Eckart Wüster, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, das bisher ungelöste Phänomen. Mit Hochdruck lässt der Kirchenkreis, Bauherr und Eigentümer des für 1,3 Millionen Euro errichteten Gebäudes, zurzeit alle Möglichkeiten prüfen, die zu dem Schaden geführt haben können. "Bisher leider ohne Erfolg", bedauerte Wüster. Da es sich um klares Wasser handele, könne es nur Leitungs- oder Grundwasser sein. Deshalb werde jetzt auch die Platzentwässerung mit Kamerawagen untersucht.

Derweil geht im Café des Kirchenpavillons der Betrieb ungestört weiter. Die große Begeisterung vieler Gäste aus allen sozialen Schichten über den Neubau entschädige sie doch sehr für den Frust über den Wasserschaden, sagte Bauer-Schäfer. Auch seien schon gute ökumenische Kontakte zur benachbarten City Pastorale im Münster geknüpft worden, freut sich Wüster.

"Wir sehen uns ja keinesfalls als Konkurrenz zum Angebot unserer katholischen Schwester, sondern als Ergänzung", sagte der Superintendent. Er und Bauer-Schäfer haben noch einen weiteren Grund zur Freude: Der Kirchenpavillon ist auch Wiedereintrittsstelle der evangelischen Kirche, und seit seiner Neueröffnung haben zwölf Männer und Frauen das Angebot genutzt. Zum Vergleich: Im alten Gebäude an der Budapester Straße sind über das ganze Jahr verteilt rund 30 Menschen wieder eingetreten.

Der Kirchenpavillon bietet auch Sozialberatung an. Er hat von Montag bis Samstag zwischen 10 und 18 Uhr für jedermann geöffnet.