Bonner Weihnachtsmarkt 2023 So teuer sind Glühwein und Bratwurst in diesem Jahr

Bonn · An diesem Freitag hat der Bonner Weihnachtsmarkt eröffnet. Was man für Glühwein und Bratwurst in diesem Jahr zahlen muss.

In Bonn kostet an den meisten Weihnachtsmarkt-Ständen der Glühwein wie im Vorjahr vier Euro.

In Bonn kostet an den meisten Weihnachtsmarkt-Ständen der Glühwein wie im Vorjahr vier Euro.

Foto: Jörn Wolter / wolterfoto.de

Gleich zwei gute Nachrichten an einem Tag: An diesem Freitag hat der Bonner Weihnachtsmarkt wieder geöffnet. Und die Preise für Glühwein, Würstchen und Co. sind im Vergleich zu den Preisen anderer Märkte etwa in den Nachbarstädten Köln und Düsseldorf noch recht moderat.

Am Donnerstag legten Budenbetreiber letzte Hand an ihren Ständen an. Es wurde fleißig gehämmert und genagelt. In einigen Buden testeten die Mitarbeiter, ob der Glühwein auch die richtige Temperatur erreicht oder die Fritteusen funktionieren. Ulla Barth stapelte mit ihrem Team im Glühweinkarussell schräg gegenüber vom Sterntor die Gläser und Becher fein säuberlich aufeinander.

Schon 30 Jahre ist sie dort mit ihrem Glühweinstand vertreten, sagt sie. „Weihnachtsmarkt Bonn 2023“ ist auf den Gläsern in goldener Schrift zu lesen, wobei bei Bonn das „o“ durch den berühmten Kussmund ersetzt ist. Daneben prangen Porträts von Beethoven ganz in Rot.

Weihnachtsmarkt: Was kostet ein Glühwein in Bonn?

Ihren Winzerglühwein aus der Pfalz verkauft Barth wie im Vorjahr für 3,50 Euro. Der Dornfelder Glühwein ist 50 Cent teurer. Je nach Größe der Glühweinbecher erhebt sie ein Pfand von 3,50 oder vier Euro. Schließlich möchte sie am Ende des Tages auch stets genügend der ansehnlichen Trinkgefäße wieder auf ihrem Stapel stehen haben.

„Wir hatten uns zunächst überlegt, ob wir mit den Preisen hochgehen, denn es ist ja alles teurer geworden“, sagt Ulla Barth. „Doch wir haben entschieden, in diesem Jahr die Preise volkstümlich zu halten, damit sich jeder den Glühwein leisten kann.“ Für nächstes Jahr habe ihr Winzer allerdings angekündigt, die Preise heraufzusetzen. „Dann werden wir sehen, was wir machen“, sagt sie.

An den meisten anderen Ständen kostet das Glas Glühwein vier Euro. Teurer wird es, wenn jemand das Heißgetränk mit Schuss, etwa Rum oder Amaretto, trinken möcht. Dann werden bis zu sechs Euro fällig. Zum Vergleich: In Köln ist Medienberichten zufolge auf dem Weihnachtsmarkt am Dom das Glas Glühwein erst ab 4,50 Euro zu haben, auf dem Märchenmarkt am Schadowplatz in der Landeshauptstadt Düsseldorf kostet das 0,2-Liter-Glas bereits fünf Euro.

Weihnachtsmarkt Bonn: Wie teuer ist die Bratwurst?

Wer Alkohol trinkt, sollte bekanntlich etwas im Magen haben. Das lässt sich auf dem Bonner Weihnachtsmarkt ohne große Probleme umsetzen. Unter den rund 160 Anbietern befinden sich zahlreiche Imbissbuden, das Angebot reicht von herkömmlichen Fritten und Bratwurst über Reibekuchen bis hin zu Flammlachs, ungarische Langos und Pasta aus dem Käselaib. Immer mehr wird auch in Bioqualität angeboten. Für Süßmäuler ist natürlich auch einiges dabei, wie Bratäpfel, Waffeln, Crêpes oder Mandeln (100 Gramm: vier Euro).

Bonn Weihnachtsmarkt 2023 - Bilder von der Eröffnung
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So schön ist der Bonner Weihnachtsmarkt

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Foto: Benjamin Westhoff

Auch beim kulinarischen Angebot sind die Preise auf dem Weihnachtsmarkt offenbar größtenteils stabil geblieben. So kostet die gemeine Bratwurst mit Senf im Brötchen wie in den Vorjahren vier Euro. Teurer wird es, wer ganz besondere Wurstsorten wünscht: Eine Wildbratwurst an einem Stand auf dem Münsterplatz kostet sechs Euro. Drei Reibekuchen liegen bei den meisten Ständen bei fünf Euro – Apfelmus inklusive.

Beleuchtung auf Bonner Weihnachtsmarkt: Alles LED

Schausteller Roland Barth ist froh, dass der Bonner Weihnachtmarkt trotz allgemeiner Kostensteigerungen und auch höherer Standgebühren immer noch familienfreundliche Preise bieten kann. So ist auch an seinem großen Karussell am Mülheimer Platz das Fahrticket zum Vorjahrespreis in Höhe von 3,50 Euro zu haben. Werden mehrere Tickets auf einmal gekauft, gibt es Rabatt. Die Schausteller leisteten auch ihren Beitrag, ihre Kosten so gut wie möglich niedrig zu halten: „Mit der LED-Beleuchtung waren wir Schausteller ja sowieso Vorreiter. Wir haben schon vor etwa 15 Jahren angefangen, unsere Geschäfte auf LED umzurüsten“, sagt er.

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