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Weihnachten in Bonn: Weihnachtsmarkt im Endspurt

Weihnachten in Bonn : Weihnachtsmarkt im Endspurt

Von "sehr zufrieden" bis "recht ordentlich" reichten am Wochenende die Kommentare der Händler zu den Besucher- und Verkaufszahlen auf dem Bonner Weihnachtsmarkt.

Seit Ende November ist er täglich geöffnet und befindet sich jetzt im Endspurt. Während vor allem die Betreiber der Imbiss- und Glühweinbuden keinen Grund zum Klagen haben, hätte sich der eine oder andere Kunsthandwerker schon ein wenig mehr Umsatz gewünscht. Doch alles in allem überwiegt die Zufriedenheit, erfuhr der GA bei einem Rundgang.

Unterm Strich, so lautet das Resümee des städtischen Weihnachtsmarktleiters Dieter Schubert, war die Saison ein voller Erfolg. "Wir können zwar keine Besucherzahlen nennen, dafür ist der Bonner Weihnachtsmarkt zu weitläufig. Aber wir können feststellen, dass er bisher überwiegend sehr gut besucht war", sagte Schubert. Einen Strich durch die Rechnung hätten den Beschickern allerdings die vielen Regentage gemacht. "Das waren doch deutlich mehr als im vorigen Jahr", sagte Schubert, das habe sich sicher bei dem einen oder anderen auf die Umsätze ausgewirkt. Beliebtes Ziel für viele Besucher aus den Nachbarstaaten, wie Holland oder Belgien, ist der Bonner Weihnachtsmarkt wohl vor allem wegen seiner traditionellen und einheitlichen Gestaltung, so Schubert. Aber auch viele Briten gehören längst zur Stammkundschaft.

Schon viele Jahre dabei ist Hedy Giels-Bull. Sie verkauft an ihrem Stand "Naturart" auf dem Münsterplatz selbstentworfene und handgearbeitete Kopfputze, Stulpen und Schals. "Für mich ist es immer gut, wenn es kalt ist", sagte sie. Exklusiv ist der Schmuck am Stand von Ute Marion Poeppel, die in der Südstadt das Atelier "Weiße Gärten" besitzt und zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt vertreten ist. "Viele gucken sich die Schmuckstücke an, gekauft werden hier aber eher die preiswerteren Teile", hat Mitarbeiterin Lydia Koch über die Wochen erfahren. Dichtes Gedränge herrscht am Stand wenige Meter weiter, wo Pia Hermanuz sogenannte Perlsacktiere verkauft. Besonders gefragt - ausgerechnet zu Weihnachten - ist der Hasenbömmel. Das international tätige Familienunternehmen Käthe Wohlfahrt aus Rothenburg ob der Tauber, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Firmenbestehen feiert, ist vom Bonner Weihnachtsmarkt nicht mehr wegzudenken.

Die Weihnachtspyramiden und der Christbaumschmuck in allen Farben und Formen lockt die Kunden aus dem In- und Ausland in Scharen an, so dass Mitarbeiterin Tatjana Blöse und ihre Kollegen an manchen Tagen die Besucher nur etappenweise Einlass in die Hütte mitten auf dem Münsterplatz gewähren können.

Der Weihnachtsmarkt

Der Bonner Weihnachtsmarkt ist noch heute und morgen von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Die Imbissbuden und Glühweinstände dürfen bis 21.30 Uhr geöffnet bleiben. Auf dem Gang zwischen dem Münster- und Bottlerplatz befindet sich der Stand der GA-Aktion "Weihnachtslicht", an dem gespendete CDs zugunsten des Weihnachtslichts verkauft werden. Die Aktion unterstützt seit mehr als 60 Jahren alte, bedürftige Menschen in Bonn und der Region.