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Unfallstatistik: Weniger Verkehrstote in NRW - trotz schwerer Unfälle in der Region

Unfallstatistik : Weniger Verkehrstote in NRW - trotz schwerer Unfälle in der Region

In NRW starben im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 222 Menschen. Das sind weniger als im gleichen Zeitraum 2016. Auch in der Region kam es zu tödlichen Unfällen - immer wieder auch an bekannten Stellen.

Weniger Tote und weniger Schwerverletzte bei Verkehrsunfällen in NRW - das ist die Bilanz des ersten Halbjahres. Aber an den Ursachen ändert sich nichts: Zu hohes Tempo und Fahrfehler stehen an erster Stelle.

Von Januar bis Juni 2017 starben 222 Menschen in NRW im Straßenverkehr, teilte das nordrhein-westfälische Innenministerium der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Das bedeute einen Rückgang um rund fünf Prozent. In den ersten sechs Monaten 2016 waren 233 Verkehrstote zu beklagen. Auch die Zahl der Schwerverletzen ging ganz leicht zurück: Um 76 auf 6213.

Schon für 2016 zeigte die Statistik des Bonner Polizeipräsidiums einen Rückgang der Verkehrstoten. Im Bereich Bonn, Bornheim, Rheinbach, Meckenheim sowie in den Gemeinden Swisttal, Alfter und Wachtberg starben laut Polizei im Jahr 2016 sieben Unfallopfer (minus 40 Prozent). Fünf Radfahrer, ein Motorradfahrer und ein Fußgänger kamen ums Leben. Sie waren zwischen 59 und 78 Jahren alt.

Nach Angaben des Ministeriums stieg im ersten Halbjahr 2017 die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle auf den Straßen von Nordrhein-Westfalen um 3600 auf 315.367. "Vor allem unangepasste Geschwindigkeit und Fahrfehler führen immer wieder zu schweren Unfällen", sagte ein Sprecher des Ministeriums. Die neue Landesregierung wolle die Verkehrssicherheit dauerhaft verbessern. "Dazu gehören unangekündigte Kontrollen. Dazu gehört aber auch Aufklärung und Prävention", sagte der Sprecher.

Die Leser des General-Anzeigers haben in einer Umfrage die aus ihrer Sicht gefährlichsten Stellen auf dem Bonner Stadtgebiet genannt. Dazu gehören der Bertha-von-Suttner-Platz mit der Fahrradspur zwischen den Autospuren, die Kreuzung Martin-Luther-Allee/Hochkreuzallee und der Trajektkreisel mit seinem hohen Verkehrsaufkommen. Auf die einzelnen Gefahrenstellen ging die Stadt Bonn detailliert in diesem Artikel ein.

Zu den häufigen Unfallstellen in Bornheim und Alfter hat die Unfallkommission des Kreises einen besonderen Blick auf sechs Gefahrenstellen gerichtet. Diese sind:

  • Kreuzung B 56 (Euskirchener Straße)/Hauptstraße Witterschlick (L 113)/Ahrweg (K 12)
  • Porta-Kreuzung L 118 (Roisdorfer/Herseler Straße)/L 281/
  • Umgehung L 183 n/Hohe Straße
  • Kreisel Umgehung L 183 n/ L 183 (Bonn-Brühler-Straße)/K 12 n, L 183 (Walberberger Straße)/Bonnstraße
  • Einmündung L 190 (Bahnhofstraße)/ K 33 (Breslauer Straße) Sechtem und
  • K 33 bei Rösberg.

Auf der K33 ereignete sich Anfang Juli ein schwerer Unfall mit zwei Toten. Sie waren in einer Rechtskurve frontal zusammengestoßen.

Teilweise sind die Unfallstellen zur Warnung an andere Verkehrsteilnehmer markiert, so wie an der L 268 zwischen Oberpleis und Eudenbach. Dort hat der ADFC Bonn/Rhein-Sieg ein Geisterrad aufgestellt. Das komplett weiß gestrichene Fahrrad soll ein Appell an die Autofahrer zu mehr Aufmerksamkeit sein. (Mit Material von dpa)

Tödliche Verkehrsunfälle Bonn und Region 1. Halbjahr 2017