Preisverleihung im Bonner Post Tower Wetteifern beim Recycling

Bonn · Stadt, DHL Group und Oro Verde wollen mit einem Wettbewerb Kindern mehr Bewusstsein fürs Papier vermitteln. Bei vielen Schülern spielt das Material aber nur noch eine sehr kleine Rolle. Dem Spaß beim Wettbewerb hat das aber keinen Abbruch getan.

 Die Gewinnerklasse des Clara-Fey-Gymnasiums bei der Preisverleihung.

Die Gewinnerklasse des Clara-Fey-Gymnasiums bei der Preisverleihung.

Foto: Alia Zenker

Papier begegnet den Bonner Schülern in der Schule ständig: Ob bei Hausaufgaben, Klassenarbeiten oder im Unterricht. Doch die Wahl des Papiers ist nicht unbedeutend, darauf will der Wettbewerb „Paper Angels: Wir für Recyclingpapier“ der Stadt Bonn in Zusammenarbeit mit der DHL Group und der Tropenwaldstiftung Oro Verde aufmerksam machen. Insgesamt 41 Klassen haben an dem Wettbewerb teilgenommen. „So viele waren es noch nie", sagt Mitveranstalterin Julia Schätzlein von Oro Verde.

Rätsel lösen, dabei spielerisch etwas über Papier und Recycling lernen, um dann den Lösungssatz einzuschicken. „Die Rätsel waren ein bisschen schwer, aber zusammen als Team konnten wir sie schließlich gut lösen“, sagt die Schülerin Riekje Wollny, die zu der Gewinnerklasse des Helmholtz-Gymnasiums gehört. Insgesamt wurden sechs Klassen ausgelost, die je 150 Euro für die Klassenkasse gewonnen haben. Die Preisverleihung fand im Post Tower statt. Dort haben die Gewinnerklassen über kreative Wege über das Thema Papier und Recycling aufgeklärt. Riekje schätzt besonders, dass sie dabei viel gelernt hat: „Weltweit sterben so viele Bäume, damit wir Papier bekommen“, sagt sie. Deshalb finde sie das Recyceln von Papier so wichtig.

Auch eine fünfte Klasse des Clara-Fey-Gymnasiums wurde für die Preisverleihung kreativ. Eine lange Papierkette aus alten Schulmaterialien halten die Fünftklässler in ihren Händen, während sie über den Verbrauch von Papier informieren. „Am meisten Spaß gemacht haben mir die Rätselfragen“, sagt der Schüler Benedikt Uhle, der mit an der Papierkette gearbeitet hat. „Zu Hause nutze ich aber kaum noch Papier, da ich vieles digital mache“, sagt der Elfjährige. In der Schule schreiben sie auf Papier mit dem Prüfsiegel des Blauen Engels, über das bei dem Wettbewerb aufgeklärt wurde. Dies ist ein Umweltzeichen der Bundesregierung, das Papierprodukte als umwelt- und klimafreundlicher kennzeichnet. Am Ende der Preisverleihung haben sich die Kinder vor dem Post Tower in Form des Siegels für ein Foto aufgestellt.

Ein digitales Quiz – ganz ohne Papier. Das hat sich eine Gewinnerklasse der Schule am Rheingarten überlegt, um darüber aufzuklären, wo überall Papier drinsteckt. „Es war sehr spannend, für die Fragen zu recherchieren und die Bilder rauszusuchen“, sagt der Schüler Kai Körner. Doch nicht nur die Erstellung des Kahoots hat den Schülern Spaß gemacht. Es wurde laut gejubelt und gewetteifert, als die Kinder ihr Wissen bei der Preisverleihung auf die Probe stellen konnten. „Wir nutzen wenig Papier“, sagt er. In der Schule arbeiten sie zum Beispiel mit dem digitalen Lernprogramm Anton oder schreiben auf altem Schmierpapier. „Und zu Hause mache ich eigentlich alles digital“, sagt Kai. Zum Beispiel benutzt er den Kalender auf seinem Smartphone.

Die Gewinnerklassen des Wettbewerbs stellen das Prüfsiegel Blauer Engel nach.

Die Gewinnerklassen des Wettbewerbs stellen das Prüfsiegel Blauer Engel nach.

Foto: DHL Group/ Rudolf Wichert

Neben der sechs Gewinnerklassen haben zwei weitere Klassen aus Bonn einen Preis erhalten – und zwar eine gemeinsame Umweltschutzaktion im Kottenforst. Die Veranstalter des Wettbewerbs ziehen ein positives Fazit. „Es macht große Freude zu sehen, wie engagiert sich die Schüler mit dem Thema Papier beschäftigt haben“, sagt David Baier, Leiter des Amtes für Umwelt und Stadtgrün. Auch Schätzlein freut sich über das Engagement der Kinder. „Die Preisverleihung war das absolute Highlight", sagt sie. Neben der Papierkette und den Vorträgen, hat eine Klasse zum Beispiel auch ein Theaterstück zum Thema vorgeführt.

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