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Zero Hunger Run Bonn: 2140 Läufer in der Rheinaue

In der Rheinaue : Mehr als 2000 Läufer bei „Zero Hunger Run“ in Bonn

Mehr als 2000 Teilnehmer sind am Sonntag auf verschiedenen Distanzen „gegen den Hunger“ gelaufen und haben Spenden gesammelt. Motiviert wurden sie beim „Zero Hunger Run“ in der Bonner Rheinaue unter anderem von OB Ashok Sridharan und Comedian Knacki Deuser.

Klima und Hunger hängen auf fatale Weise miteinander zusammen. "Die westliche Welt hat so viel Geld, dass wir die Deiche einfach höher machen können", sagte Mathias Mogge, Generasekretär der Welthungerhilfe, heute beim vierten Zero Hunger Run in der Rheinaue. In einigen Regionen Afrikas und Zentralasiens gebe es diese Möglichkeit nicht, und die Menschen dort seien Sturmfluten und Dürren hilflos ausgeliefert. Deshalb freute er sich darüber, dass 2140 Menschen aus Bonn und Umgebung bereit waren, sich für den Kampf gegen den Hunger abzurackern.

Sie starteten in drei Läufen vor dem Japanischen Garten: Erst legten Kinder bis sieben Jahre eine 400-Meter-Strecke zurück, dann traten viele Teilnehmer zum 5-Kilometer-Lauf an, am Mittag folgte der 10-Kilometer-Lauf. Motiviert wurden sie von einigen Prominenten: OB Ashok Sridharan, Comedian Knacki Deuser, Schauspielerin Liz Baffoe und Radrennfahrerin Mieke Kröger liefen mit, die Schauspielerin Gesine Cukrowski, Mitglied im Kuratorium der Welthungerhilde, gab den Startschuss zu den Läufen. in diesem Jahr kamen rund 50.000 Euro zusammen, knapp 10.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Die Teilnahmegebühren und Spenden sowie der Erlös aus Francise-Verkäufen fließen direkt in die Arbeit der Welthungerhilfe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 den Hunger in der Welt auszumerzen. In absoluten Zahlen habe dieses Nachhaltigkeitsziel seit 2015 einen Rückschritt erfahren, sagte Mogge: Durch politische Krisen und Klimakatastrophen sei die Zahl der Hungerleidenden wieder gestiegen. Aber man gibt die Hoffnung nicht auf.