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Sturmböen stellen Händler in Bad Godesberg auf die Probe

Sturmböen stellen Händler in Bad Godesberg auf die Probe

Veranstalter Stadtmarketing zieht insgesamt eine positive Bilanz

Bad Godesberg. (rih) "Das war wohl der entspannteste Markt, den wir je hatten", lautet das Fazit der Stadtmarketing-Vorsitzenden Brigitte Grüll zum Nikolausmarkt 2006.

Dass es kaum Schwierigkeiten gab, führt sie auch darauf zurück, dass das sechsköpfige Organisationsteam inzwischen zusammengewachsen sei. Ständig war mindestens ein Mitarbeiter vor Ort.

Der größte Zwischenfall sei noch der vom Orkan gefällte Weihnachtsbaum gewesen, so Grüll, der mitsamt seinem "tonnenschweren Kübel" umfiel. Der tatkräftigen Mithilfe der Marktbeschicker sei es zu verdanken gewesen, dass der Nikolausmarkt an diesem stürmischen Tag nicht schließen musste.

Mit 54 Ständen war der Markt etwa so groß wie im Vorjahr. Grüll freut sich nicht nur über interessante Neuzugänge. Schön sei auch, dass der Weinhändler Schrauth mit seinem Glühweinstand, die Firma Thünker mit ihrem Imbissstand und das Karussell von Kipp dem Markt seit 20 Jahren die Treue hielten.

Das "verflixte siebte Jahr haben wir zumindest gut überstanden", sagt Grüll, die wie auch Michael Wenzel dabei ist, seit die Godesberger Geschäftsleute den Markt von der Bezirksverwaltung übernahmen.

Vor der Gründung von Stadtmarketing hatte zunächst Citymarketing in Zusammenarbeit mit der Werbegemeinschaft den Nikolausmarkt organisiert. Bewährt habe sich auch der Standort der Bühne, die nunmehr zum zweiten Mal auf dem Fronhof statt auf dem Theaterplatz stand. So konnten auch mehr Beschicker auf den Fronhof gelockt und der Platz deutlich belebt werden.

Im nächsten Jahr werde es dort wohl noch voller werden, meint Wenzel. Auch die Themensonntage sollen erhalten bleiben. Besonders gut komme immer der "Irish Folk"-Tag an, aber auch "Unplugged" sei diesmal qualitativ hervorragend gewesen, sagt Grüll. Beim "Rheinischen Advent" solle 2007 "noch mehr Brauchtum einfließen".

Die Vorsitzende hofft, dass im kommenden Jahr auch das beliebte Winterkino wieder angeboten werden kann. Diesmal konnten keine Filme gezeigt werden, da der frühere Lizenzgeber nicht mehr existiert und kurzfristig kein Ersatz zu akzeptablen Preisen gefunden werden konnte. Von den Marktbeschickern verabschiedete sich Stadtmarketing jeweils mit einem "Godesberger Küsschen" aus Schokolade.

In den ersten beiden Januar-Wochen bleibt der Stadtmarketing-Pavillon am Ria-Maternus-Platz geschlossen. Der Verein ist in dieser Zeit mit dem Jahresabschluss und der Vorbereitung der Godema beschäftigt. Danach ist der Markt wie bisher montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 17 Uhr geöffnet - außer mittwochs.

An diesem Tag schließt das Büro künftig bereits um 12 Uhr für die Öffentlichkeit. Am Mittwochnachmittag wollen die Stadtmarketing-Mitarbeiter künftig ganz für die Vereinsmitglieder und deren Anliegen da sein, für die sonst zu wenig Zeit bleibe.