Bonn Connect bei der RKG Netzwerken mit Genuss

Bonn · Rund 200 Gäste aus Wirtschaft, Handel, Politik, Sport, Kultur und Kirche kommen zur fünften Auflage von Bonn Connect auf Einladung der RKG und des General-Anzeigers ins Mercedes-Haus an der Bornheimer Straße. Dort wartet der Chocolatier Oliver Coppeneur mit einer Riesenüberraschung auf.

Ein Stündchen hier, ein Stündchen dort: Oliver Coppeneur hat an der Skyline von Bonn aus Schokolade etwas länger gesessen. Links im Bild: GA-Chefredakteur Helge Matthiesen.

Ein Stündchen hier, ein Stündchen dort: Oliver Coppeneur hat an der Skyline von Bonn aus Schokolade etwas länger gesessen. Links im Bild: GA-Chefredakteur Helge Matthiesen.

Foto: Benjamin Westhoff

Im Mai wird das Grundgesetz 75 Jahre alt, was selbst bei einem ansonsten lockeren Netzwerktreffen durchaus Erwähnung verdient. Schließlich ist die Freiheit des Wortes, ob nun gesprochen oder geschrieben, ein Produkt demokratischer Gepflogenheiten. „Schlechte Medien sind schlecht für die Demokratie“: Mit diesen Worten leitet GA-Chefredakteur Helge Matthiesen beim mittlerweile fünften Treffen von Bonn Connect am Donnerstagabend ein kurzes Bühnengespräch mit Ellen Heinrichs ein. Die Journalistin und Leiterin des Bonn Institute sei „eine Streiterin für konstruktiven Journalismus“. Im vergangenen Jahr fand zum ersten Mal in der Bonner Innenstadt das von ihr organisierte „b° future festival“ statt, das am 4. und 5. Oktober in die zweite Runde gehen wird.

Nach einer Studie, so sagt Heinrichs, meide jeder Dritte negative Nachrichten, weil die Menschen Sorge hätten, ihren Alltag sonst nicht mehr bewältigt zu bekommen. Das heiße aus ihrer Sicht nicht, dass Zeitungen oder Medien nicht mehr über Probleme berichten: „Aber sie sollten in ihrer Rolle auch zeigen: Da geht was. Kleine Lösungen gibt es.“ Wie denn die von vielen als polarisierend wahrgenommene Verkehrsdebatte in Bonn besser zu organisieren wäre, will Helge Matthiesen von ihr wissen. Man sollte sich, so meint Heinrichs, innerhalb der Stadtgesellschaft „auf gemeinsame Ziele“ verständigen und anschließend über die Wege dorthin „konstruktiv streiten“.

Bonn: Bilder der Veranstaltung Bonn Connect 2024
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Die schönsten Impressionen vom Netzwerktreffen Bonn Connect

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Die mehr als 200 Gäste aus Wirtschaft, Handel, Politik, Sport und Gesellschaft aus Bonn und der Region sind im Mercedes-Haus der Rheinischen Kraftwagen Gesellschaft (RKG) an der Bornheimer Straße nicht gekommen, um zu streiten, sondern für einen gesellschaftlichen Austausch. Livemusik von Saxophonist Eike Sax alias Eike von der Leyen und kulinarische Spezialitäten und Getränke inbegriffen. Ziel von Bonn Connect: Die Menschen aus der Stadtgesellschaft von Bonn und der Region sollen sich besser kennenlernen und zu aktuellen Themen austauschen. Gastgeber sind die RKG und der General-Anzeiger, deren Geschäftsführer Kai-Uwe Frank und Volker Borkowski sowie Chefredakteuer Helge Matthiesen die Gäste begrüßen.

Schriftzug aus Schokolade

Diese genießen sichtlich nicht nur die anregenden Gespräche untereinander, sondern unter anderem auch die süßen Kreationen von Chocolatier Oliver Coppeneur. Er wartet an dem Abend mit einer ganz besonderen Überraschung auf: So hat er ein richtiges Kunstwerk rein aus Schokolade geschaffen, das die Stadtsilhouette Bonns mit einer in heller Schokolade gestalteten Beethoven-Statue zeigt. Vorne prangt ebenfalls aus Schoko der Schriftzug „Bonn Connect“. Italienische Küche und edle Tropfen serviert das Team vom Restaurant Remise. Auf Bewunderung stoßen die stylischen Möbel von Designer Peter Heerdt, der bei Bonn Connect mit seinem Stand inzwischen Stammgast ist. Ebenso mit einem Stand vertreten ist das am Belderberg beheimatete Zeiss Vision Center mit den Optik-Spezialisten Mario Tapella und Dennis Linn.

Eine Veranstaltung, die offensichtlich auch großen Zuspruch bei den Gästen findet. „Unserer Stadtgesellschaft tut jeder Ort gut, wo sich die Menschen treffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir haben diese Orte auch in Bonn viel zu wenig. Und es tut einfach gut, jenseits der vielen dienstlichen Aufgabe, die uns verbinden, persönlicher, fröhlich und frei miteinander zu reden", lobt Joachim Gerhardt, Pfarrer der Lutherkirchengemeinde und zuständig für die Pressearbeit des Kirchenkreises Bonn.

Für die ehrenamtliche Geschäftsführerin des Vereins City Marketing Maike Reinhardt ist Bonn Connect eine wichtige Netzwerkveranstaltung. „Hier treffe ich viele bekannte Gesichter, mit denen ich mich über wichtige Themen aus der Innenstadt unterhalten kann“, sagt sie. Der GA spiele beim Thema Netzwerken ja schon immer weit vorne mit und mit der RKG als Partner sei ihm mit Bonn Connect eine tolle Veranstaltung gelungen.

Lockere Begegnungen anstatt Debatten, wenn Probleme auf dem Tisch liegen

Bonns Bezirksbürgermeister Jochen Reeh-Schall (SPD) kommt ebenfalls immer wieder gerne zu Bonn Connect. „Ich finde gerade den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft enorm wichtig. Normalerweise lernt man sich ja erst kennen, wenn ein Problem auf dem Tisch liegt. Viel besser ist es doch, dass man sich in so einer lockeren Atmosphäre begegnet, wo man auch über ganz andere Themen reden kann, die man sonst nicht auf der Agenda hat.“

Regina Zerwas ist seit zwei Jahren Geschäftsführerin der Bonner Filiale von Galeria Kaufhof und gebürtige Bonnerin. Sie ist das erste Mal zu Gast auf der Veranstaltung und findet es „ganz toll, dass hier so viele Menschen aus den unterschiedlichen Bereichen sich treffen und austauschen können. Normalerweise bleibt man ja eher unter sich in seiner jeweiligen Branche“, sagt sie und lacht.

„Gesehen und gesehen werden“, umschreibt Polizeipräsident Frank Hoever mit einem Schmunzeln den aus seiner Sicht Sinn und Zweck der Veranstaltung. Man treffe zudem Leute, die man sonst kaum sehe, sagte er. Und: „Der Termin gehört eindeutig zu den angenehmeren Terminen.“